<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Aura Healing</title>
	<atom:link href="https://www.aurahealing.at/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.aurahealing.at</link>
	<description>by Petra Reibenwein</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Oct 2026 10:59:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.4</generator>

<image>
	<url>https://www.aurahealing.at/wp-content/uploads/2026/08/rounded_favicon_512x512-150x150.png</url>
	<title>Aura Healing</title>
	<link>https://www.aurahealing.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Was liegt in der Luft? – Über Unsicherheit und verlorenes Vertrauen</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/was-liegt-in-der-luft-vertrauen-unsicherheit/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/was-liegt-in-der-luft-vertrauen-unsicherheit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2026 10:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftlicher Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[innere Stärke]]></category>
		<category><![CDATA[Intuition]]></category>
		<category><![CDATA[Menschlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsangst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4136</guid>

					<description><![CDATA[Wenn alles im Wandel ist, worauf können wir uns dann noch verlassen? Über die Unsicherheit unserer Zeit und das Gefühl, dass etwas auf uns zukommt. Es gibt Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen geraten zu sein scheint. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass wir gerade in einer solchen Zeit leben. Die Politik [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h2>Wenn alles im Wandel ist, worauf können wir uns dann noch verlassen?</h2>
<p><em>Über die Unsicherheit unserer Zeit und das Gefühl, dass etwas auf uns zukommt.</em></p>
<p>Es gibt Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen geraten zu sein scheint. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass wir gerade in einer solchen Zeit leben.</p>
<p>Die Politik ist unberechenbar geworden. Das Wetter zeigt sich von Seiten, die uns fremd erscheinen. Gewohnte Sicherheiten geraten ins Wanken, und Nachrichten, die gestern noch undenkbar schienen, gehören heute beinahe zum Alltag.</p>
<p>Aber es ist nicht nur das, was wir sehen oder hören.</p>
<p>Es ist etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt.</p>
<p><strong>Etwas liegt in der Luft.</strong></p>
<p>Gerade empfindsame Menschen beschreiben häufig eine eigenartige Unruhe. Ein Gefühl, als würde sich etwas ankündigen. Als stünden wir vor einer Veränderung, deren Ausmaß und Richtung wir noch nicht erkennen können.</p>
<p>Aber was ist dieses ETWAS?</p>
<p>Wenn wir miteinander sprechen, stellen wir fest, dass jeder etwas anderes befürchtet.</p>
<p>Der eine sieht die Gefahr eines Krieges. Ein anderer sorgt sich um seine wirtschaftliche Existenz. Wieder andere fürchten gesellschaftliche Umbrüche, den Verlust vertrauter Werte oder die Folgen der klimatischen Veränderungen.</p>
<p>Und manche haben einfach nur Angst, ohne zu wissen, wovor.</p>
<p>Ist es unsere Intuition, die uns aufmerksam macht? Oder ist es die Summe der täglichen Nachrichten, die sich in unserem Unterbewusstsein zu einem Gefühl der Bedrohung verdichtet?</p>
<p>Vielleicht ist es auch beides.</p>
<p>Ich frage mich, ob die Menschen in früheren Zeiten nicht ganz ähnlich empfunden haben. Vor großen gesellschaftlichen Veränderungen, vor Kriegen, vor dem Zusammenbruch bisheriger Ordnungen.</p>
<p>Hatten sie ebenfalls dieses unbestimmte Gefühl? Oder erkennen wir erst im Rückblick die Zeichen, die damals niemand richtig deuten konnte?</p>
<p>Und noch etwas beschäftigt mich.</p>
<p><strong>Warum erwarten wir bei Veränderungen so häufig zuerst etwas Bedrohliches?</strong></p>
<p>Warum denken wir bei dem Unbekannten eher an Verlust als an Gewinn, eher an Zusammenbruch als an Neubeginn?</p>
<p>Vielleicht, weil wir Menschen Sicherheit brauchen. Weil uns das Vertraute Halt gibt, selbst dann, wenn es längst nicht mehr so gut funktioniert, wie wir es uns wünschen.</p>
<p>Dabei bedeutet Veränderung nicht zwangsläufig Verschlechterung.</p>
<p>Manchmal muss sich etwas bewegen, damit Neues entstehen kann.</p>
<p>Vielleicht besteht unsere Herausforderung gerade darin, die Unsicherheit auszuhalten, ohne sie sofort mit unseren schlimmsten Befürchtungen zu füllen.</p>
<p>Aufmerksam zu bleiben, ohne ständig in Alarmbereitschaft zu leben.</p>
<p>Die Welt wahrzunehmen, ohne jede ihrer Erschütterungen zu unserer eigenen zu machen.</p>
<p>Und uns daran zu erinnern, dass wir nicht alles, was auf uns zukommt, heute schon wissen müssen.</p>
<p>Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Niemand weiß es.</p>
<p>Aber ich möchte nicht, dass die Angst vor einem unbekannten Morgen mir die Freude am heutigen Tag nimmt.</p>
<p>Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe dieser Zeit:</p>
<p><strong>Nicht die Zukunft vorauszuahnen, sondern trotz aller Ungewissheit Vertrauen in das Leben zu bewahren.</strong></p>
<p>Und nun würde mich interessieren:</p>
<p>Habt ihr auch manchmal dieses Gefühl, dass etwas in der Luft liegt? Und wenn ja, ist es eine konkrete Sorge oder eher eine unbestimmte Ahnung?</p>
<p>Vielleicht entdecken wir im Gespräch, dass wir mit diesem Gefühl nicht allein sind.</p>
<h2>Wem oder was können wir noch vertrauen?</h2>
<p>Vielleicht liegt die eigentliche Ursache unserer Verunsicherung noch tiefer.</p>
<p>Wem können wir heute eigentlich noch vertrauen?</p>
<p>Politische Versprechen werden gegeben und wieder zurückgenommen. Was gestern noch als unumstößliche Wahrheit galt, wird heute infrage gestellt. Entscheidungen werden getroffen, verworfen und neu begründet.</p>
<p>Da fällt mir ein berühmter Ausspruch ein, der dem ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer zugeschrieben wird:</p>
<p><strong>„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“</strong></p>
<p>Ein Satz, der uns schmunzeln lässt, aber heute eine besondere Nachdenklichkeit auslösen kann.</p>
<p>Natürlich dürfen Menschen ihre Meinung ändern. Neue Erkenntnisse erfordern neue Entscheidungen. Aber was geschieht, wenn wir nicht mehr unterscheiden können zwischen ehrlicher Einsicht, politischer Zweckmäßigkeit und bloßer Beliebigkeit?</p>
<p>Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass jemand immer recht hat. Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Fehler einzugestehen.</p>
<p>Vielleicht ist genau das der Kern unserer gegenwärtigen Unsicherheit: Nicht nur die Welt verändert sich, sondern auch das Vertrauen in diejenigen, die uns Orientierung geben sollten.</p>
<p>Und wenn die äußeren Sicherheiten schwinden, wo finden wir dann unseren Halt?</p>
<p>Vielleicht beginnt er dort, wo wir wieder lernen, unserer eigenen Urteilskraft zu vertrauen, Fragen zu stellen, zuzuhören und selbst zu denken.</p>
<p><strong>Denn Vertrauen bedeutet nicht, dass sich nichts verändert. Vertrauen bedeutet, dass wir auch im Wandel nicht jeden Halt verlieren müssen.</strong></p>
<p>„Was gibt euch in einer Welt, in der scheinbar alles im Wandel ist, noch das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen?“</p>
<p><em><strong>Alles Liebe für eine neue Woche</strong></em></p>
<p><em><strong>Petra</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/was-liegt-in-der-luft-vertrauen-unsicherheit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Versöhnung – die Freiheit, nicht mehr kämpfen zu müssen</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/versoehnung-loslassen-ohne-vergessen/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/versoehnung-loslassen-ohne-vergessen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 11:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Loslassen]]></category>
		<category><![CDATA[Versöhnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4131</guid>

					<description><![CDATA[Versöhnung – die Freiheit, nicht mehr kämpfen zu müssen Gestern hatte ich eine Begegnung, die mich noch lange beschäftigt hat. Eine Klientin saß mir gegenüber, der es unglaublich schwerfiel, ihre Vergangenheit loszulassen. Verletzungen, Enttäuschungen und Erinnerungen hatten sich tief in ihr Inneres eingegraben. Immer wieder kehrten ihre Gedanken zurück zu dem, was geschehen war, was [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Versöhnung – die Freiheit, nicht mehr kämpfen zu müssen</h1>
<p>Gestern hatte ich eine Begegnung, die mich noch lange beschäftigt hat.</p>
<p>Eine Klientin saß mir gegenüber, der es unglaublich schwerfiel, ihre Vergangenheit loszulassen. Verletzungen, Enttäuschungen und Erinnerungen hatten sich tief in ihr Inneres eingegraben. Immer wieder kehrten ihre Gedanken zurück zu dem, was geschehen war, was andere ihr angetan hatten und was vielleicht niemals hätte geschehen dürfen.</p>
<p>Ich bat sie, einen Versuch zu wagen. Einen Versuch der Versöhnung. Nicht durch Verdrängen, sondern durch Segnen und Loslassen.</p>
<p>Es fiel ihr unendlich schwer.</p>
<p>Und ich konnte sie verstehen.</p>
<p>Denn wie versöhnt man sich mit etwas, das einen verletzt hat? Wie lässt man Menschen los, die einem Unrecht getan haben? Wie soll man etwas segnen, das man am liebsten aus seinem Leben streichen würde?</p>
<p>In der folgenden Nacht hatte ich einen bemerkenswerten Traum.</p>
<p>Mein früherer Mann war darin anwesend. Wir gingen denselben Weg, aber mit Abstand. Er ging voraus, ich folgte mit einer Freundin. Später lud er uns zum Eisessen ein. Ich bekam meine gewünschten Kugeln Eis, dann wurden es immer mehr. Schließlich war ich satt und beschloss, dass ich vorläufig kein weiteres Eis mehr essen wollte.</p>
<p>In einer anderen Szene hatte ich mit meiner Freundin zu Abend gegessen. Ich fragte ihn, ob er hungrig sei, und erlaubte ihm ganz selbstverständlich, sich etwas aus dem Kühlschrank zu nehmen.</p>
<p>Als ich am Morgen darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass sich hier vielleicht genau das Thema zeigte, das mich am Vortag beschäftigt hatte.</p>
<p><strong>Versöhnung.</strong></p>
<p>Aber was bedeutet dieses Wort eigentlich?</p>
<p>Lange Zeit habe ich geglaubt, Versöhnung müsse etwas mit Vergebung zu tun haben. Vielleicht sogar damit, einen Menschen wieder lieben zu können. Heute sehe ich das anders.</p>
<p>Ich muss nicht vergessen, was geschehen ist.</p>
<p>Ich muss nicht gutheißen, was mir angetan wurde.</p>
<p>Ich muss einen Menschen nicht wieder lieben, nur weil ich mich mit meiner Vergangenheit versöhnen möchte.</p>
<p>Und ich muss auch nicht so tun, als hätte mich etwas nicht verletzt.</p>
<p>Die Vergangenheit gehört zu meinem Leben. Sie hat mich geprägt, manchmal gestärkt, manchmal geschwächt. Sie hat Spuren hinterlassen, die nicht einfach verschwinden, nur weil ich beschließe, sie nicht mehr sehen zu wollen.</p>
<p>Vielleicht beginnt Versöhnung genau dort, wo ich aufhöre, gegen diese Spuren anzukämpfen.</p>
<p>Wo ich anerkenne: Ja, das ist geschehen. Ja, es hat wehgetan. Ja, ich hätte mir vieles anders gewünscht.</p>
<p>Vielleicht liegt gerade darin eine wichtige Erkenntnis für meine gestrige Begegnung.</p>
<p>Ich hatte meine Klientin eingeladen, ihre Vergangenheit zu segnen und loszulassen. Aber vielleicht war sie noch gar nicht so weit. Vielleicht musste zunächst ihre Verletzung gesehen, ihr Schmerz anerkannt und ihre Trauer zugelassen werden.</p>
<p>Denn auch das habe ich verstanden:</p>
<p><strong>Ein Segen darf kein neuer Zwang werden. Auch nicht der Zwang, endlich Frieden finden zu müssen.</strong></p>
<p>Manchmal beginnt Heilung nicht mit dem Loslassen, sondern mit der Erlaubnis, noch nicht loslassen zu können.</p>
<p>Aber es ist vorbei.</p>
<p>Ich kann das Geschehene nicht verändern. Ich kann jedoch verändern, welchen Platz ich ihm heute in meinem Leben einräume.</p>
<p>Und damit komme ich zu einem Gedanken, der mir durch meinen Traum besonders bewusst geworden ist.</p>
<p><strong>Wer bestimmt eigentlich, wie viel Raum die Vergangenheit heute noch in meinem Leben einnehmen darf?</strong></p>
<p>Solange ich innerlich mit einem Menschen streite, solange ich mich rechtfertige, anklage oder auf eine Entschuldigung warte, überlasse ich ihm noch immer einen Teil meiner Lebensenergie.</p>
<p>Er ist vielleicht längst nicht mehr anwesend. Und doch sitzt er gewissermaßen noch immer mit an meinem Tisch.</p>
<p>In meinem Traum war das anders.</p>
<p>Mein früherer Mann war da, aber mit Abstand. Ich musste ihn nicht fortschicken. Ich musste ihn nicht umarmen. Ich konnte ihm freundlich begegnen, ohne etwas von ihm zu erwarten.</p>
<p>Ich konnte ihm erlauben, sich etwas aus meinem Kühlschrank zu nehmen.</p>
<p>Und ich konnte entscheiden, wann ich genug hatte.</p>
<p>Gerade dieses kleine Detail berührt mich.</p>
<p><strong>Ich darf selbst entscheiden, was ich annehme, was ich gebe und wann es genug ist.</strong></p>
<p>Vielleicht ist das eine der größten Freiheiten, die wir durch Versöhnung gewinnen können.</p>
<p>Nicht mehr reagieren zu müssen, weil alte Verletzungen in uns einen Kampf auslösen. Nicht mehr beweisen zu müssen, dass wir recht hatten. Nicht mehr darauf angewiesen zu sein, dass ein anderer Mensch unsere Sichtweise endlich versteht.</p>
<p>Wir dürfen unsere Grenzen setzen, ohne zu verurteilen.</p>
<p>Wir dürfen freundlich sein, ohne Nähe zuzulassen.</p>
<p>Wir dürfen uns erinnern, ohne wieder in den Schmerz zurückkehren zu müssen.</p>
<p>Dabei beschäftigt mich ein weiterer Gedanke: das Verurteilen.</p>
<p>Wie viel Kraft verwenden wir darauf, Menschen im Nachhinein immer wieder schuldig zu sprechen? Wie oft führen wir Gespräche, die längst beendet sind, in unserem Inneren weiter? Wir erklären, rechtfertigen, klagen an und hoffen vielleicht noch immer auf eine Einsicht oder Entschuldigung, die niemals kommen wird.</p>
<p>Und während wir innerlich weiterkämpfen, bleibt die Vergangenheit lebendig.</p>
<p>Nicht, weil sie noch geschieht, sondern weil wir sie immer wieder neu durchleben.</p>
<p><strong>Versöhnung könnte bedeuten, diesen inneren Prozess zu beenden.</strong></p>
<p>Nicht, weil der andere plötzlich recht hatte. Nicht, weil sein Verhalten entschuldbar geworden ist. Sondern weil ich selbst Frieden finden möchte.</p>
<p>Und dann kommt das Danken.</p>
<p>Ein schwieriges Wort in diesem Zusammenhang.</p>
<p>Kann ich wirklich für etwas dankbar sein, das mir Schmerz bereitet hat?</p>
<p>Vielleicht muss ich auch das nicht.</p>
<p>Ich muss nicht für die Verletzung danken. Aber ich kann anerkennen, was ich trotz dieser Verletzung gelernt habe. Welche Stärke ich entwickelt habe. Welche Entscheidungen mich schließlich auf einen neuen Weg geführt haben.</p>
<p>Vielleicht kann ich sogar dankbar dafür sein, dass ich heute nicht mehr derselbe Mensch bin, der ich damals war.</p>
<p>Und schließlich das Verabschieden.</p>
<p>Nicht mit Bitterkeit. Nicht mit einem letzten Vorwurf. Aber auch nicht mit einer erzwungenen Liebe.</p>
<p>Ein stilles inneres Verabschieden.</p>
<p>Du warst Teil meines Lebens. Du hast Spuren hinterlassen. Manche davon waren schön, andere schmerzhaft. Ich erkenne an, dass es so war.</p>
<p>Aber ich möchte dich nicht länger als Last mit mir tragen.</p>
<p>Ich lasse dich dort, wo du hingehörst: in meiner Vergangenheit.</p>
<p>Und ich gehe weiter.</p>
<p>Vielleicht ist das die eigentliche Versöhnung: <strong>Nicht die Vergangenheit zu verändern, sondern ihr die Macht über meine Gegenwart zu nehmen.</strong></p>
<p>Was für ein befreiender Gedanke!</p>
<p>Und vielleicht ist das Segnen, zu dem ich meine Klientin eingeladen habe, gar nicht in erster Linie ein Geschenk an den anderen Menschen.</p>
<p>Vielleicht ist es ein Segen für uns selbst.</p>
<p>Ein stiller Wunsch nach Frieden.</p>
<p>Für das, was war.</p>
<p>Für die Menschen, die uns begegnet sind.</p>
<p>Und vor allem für uns selbst.</p>
<p>Denn wir dürfen weitergehen. Ohne zu vergessen. Ohne zu verurteilen. Ohne lieben zu müssen.</p>
<p>Aber mit einem Herzen, das wieder Platz für das Leben hat.</p>
<p>Und mit der wunderbaren Gewissheit:</p>
<p><strong>Ich selbst entscheide, wem ich heute einen Platz an meinem Tisch gebe.</strong></p>
<p>Dabei ist mir eines besonders wichtig:</p>
<p><strong>Versöhnung darf nicht mit Verdrängung verwechselt werden.</strong></p>
<p>Wie oft haben wir in unserem Leben gehört: „Schluck es hinunter. Es ist vorbei. Denk nicht mehr daran. Schau nach vorne!“</p>
<p>Aber funktioniert das wirklich?</p>
<p>Was geschieht mit all den Verletzungen, die wir nicht anschauen wollen? Mit der Wut, die wir uns nicht erlauben? Mit der Trauer, für die wir keinen Raum finden?</p>
<p>Wir können versuchen, diese Gefühle tief in unserem Inneren zu verschließen. Wir können uns einreden, dass alles längst überwunden ist. Wir können nach außen lächeln, während es in uns noch immer schmerzt.</p>
<p>Doch nur weil wir etwas nicht mehr fühlen wollen, ist es nicht verschwunden.</p>
<p>Unverarbeitete seelische Belastungen können uns über lange Zeit begleiten. Sie können Ängste verstärken, unsere Lebensfreude beeinträchtigen und sich manchmal auch in körperlichen Beschwerden ausdrücken.</p>
<p>Unser Körper und unsere Seele sind keine voneinander getrennten Welten.</p>
<p>Vielleicht sollten wir deshalb nicht vorschnell versuchen, Frieden zu schließen, bevor wir unserem Schmerz überhaupt erlaubt haben, da zu sein.</p>
<p><strong>Was nicht gefühlt werden durfte, lässt sich oft auch nicht wirklich verabschieden.</strong></p>
<p>Manchmal müssen wir erst weinen. Manchmal dürfen wir wütend sein. Manchmal müssen wir aussprechen, was uns angetan wurde. Und manchmal brauchen wir einen anderen Menschen, der uns zuhört, ohne zu urteilen.</p>
<p>Erst wenn wir bereit sind, unsere Verletzungen anzuerkennen, kann sich etwas verändern.</p>
<p>Versöhnung bedeutet nicht, den Schmerz hinunterzuschlucken.</p>
<p>Versöhnung bedeutet, ihm seinen Platz in unserer Lebensgeschichte zuzugestehen, ohne ihm für immer die Herrschaft über unser Leben zu überlassen.</p>
<p>Und vielleicht liegt genau darin der Unterschied zwischen Verdrängen und Loslassen:</p>
<p><strong>Beim Verdrängen schiebe ich etwas weg, weil ich es nicht ertragen möchte. Beim Loslassen kann ich anerkennen, dass es geschehen ist, und muss es dennoch nicht länger festhalten.</strong></p>
<p>Alles Liebe</p>
<p>Eure Petra</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/versoehnung-loslassen-ohne-vergessen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie sollen Kinder ihren Weg finden, wenn sie unseren nicht kennen?</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/berufsorientierung-beginnt-in-der-familie/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/berufsorientierung-beginnt-in-der-familie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2026 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Freude an der Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Work-life-ballance]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4126</guid>

					<description><![CDATA[Wie sollen unsere Kinder Freude an der Arbeit finden, wenn sie unsere Arbeit nicht kennen? Ein Frühstücksgespräch, das mich nachdenklich gemacht hat. Heute Morgen saßen wir mit guten Freunden beim Frühstück. Wie so oft entwickelten sich aus einem gemütlichen Gespräch plötzlich Gedanken, die weit über den Frühstückstisch hinausreichen. Wir kamen auf meinen letzten Blog zurück, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Wie sollen unsere Kinder Freude an der Arbeit finden, wenn sie unsere Arbeit nicht kennen?</h1>
<p><strong>Ein Frühstücksgespräch, das mich nachdenklich gemacht hat.</strong></p>
<p>Heute Morgen saßen wir mit guten Freunden beim Frühstück. Wie so oft entwickelten sich aus einem gemütlichen Gespräch plötzlich Gedanken, die weit über den Frühstückstisch hinausreichen.</p>
<p>Wir kamen auf meinen letzten Blog zurück, in dem ich mich mit den unterschiedlichen Generationen, ihren Erwartungen und ihrem gegenseitigen Verständnis beschäftigt hatte.</p>
<p>Meine Freundin brachte einen Aspekt ins Gespräch, den ich bisher nicht ausreichend berücksichtigt hatte.</p>
<p><strong>Woher sollen junge Menschen eigentlich wissen, was sie einmal beruflich machen möchten, wenn sie kaum noch erleben, was ihre Eltern arbeiten?</strong></p>
<p>Ich begann nachzudenken und mich zu erinnern.</p>
<p>Ich gehöre zur Generation der Babyboomer. Schon als fünfjähriges Mädchen durfte ich einen kleinen Einblick in das Berufsleben meines Vaters gewinnen. Wenn er sonntags Dienst in der Apotheke hatte, besuchten meine Mutter und ich ihn dort.</p>
<p>Ich beobachtete, wie er seine Kunden bediente, wie er Rezepturen zubereitete, wie selbstverständlich er seine Aufgaben erfüllte. Und natürlich bekam auch ich, wie alle kleinen Kunden, meine Traubenzuckerbonbons, um mir die Wartezeit zu versüßen.</p>
<p>Ich lernte seine Arbeit kennen. Nicht durch Erklärungen, nicht durch Berufsberatung, sondern durch das einfache Dabeisein.</p>
<p>Später, in unserer eigenen Apotheke, wurde ich ganz selbstverständlich in die betrieblichen Abläufe einbezogen. Ich besserte mein Taschengeld auf, indem ich die kleinen Fläschchen der Homöopathie abstaubte und ordentlich in die Regale zurückstellte. Für eine halbe Stunde Arbeit erhielt ich 50 Pfennig.</p>
<p>Ich war stolz auf meinen Verdienst. Und ganz nebenbei lernte ich, dass Arbeit etwas mit Verantwortung, Zuverlässigkeit und auch mit Anerkennung zu tun hatte.</p>
<p>Meine Mutter arbeitete selbstverständlich im Betrieb mit. Wir Kinder erledigten unsere Schulaufgaben eigenständig. Wenn Nachhilfe nötig war, wurde sie organisiert, aber nicht von unseren Eltern übernommen.</p>
<p>Meine Freundin erzählte, dass sie als Kind häufig im Büro des elterlichen Geschäftes gewesen war. Sie durfte mit der Rechenmaschine spielen und die Schreibmaschine ausprobieren. Sie kannte die Menschen, die dort arbeiteten, und hatte eine Vorstellung davon, was ihre Eltern den ganzen Tag taten.</p>
<p><strong>Wir waren Teil der Arbeitswelt unserer Eltern.</strong></p>
<p>Auf dem Bauernhof halfen die Kinder mit, im kleinen Geschäft durften sie zeitweise bei ihren Eltern sein. Der Lokführer erzählte seinem Sohn von seinen Fahrten, und das Kind einer Kindergärtnerin erlebte gelegentlich, wie seine Mutter mit den anderen Kindern arbeitete.</p>
<p>Natürlich war damals nicht alles besser. Es gab harte Arbeit, wenig Freizeit, manchmal auch Erwartungen an die Kinder, die sie überforderten. Und längst nicht jedes Kind hatte die Möglichkeit, den Beruf seiner Eltern kennenzulernen.</p>
<p>Aber etwas war für viele von uns selbstverständlich: Wir wussten, womit unsere Eltern ihren Lebensunterhalt verdienten.</p>
<p>Wir hatten Vorbilder. Vielleicht wollten wir ihnen nacheifern. Vielleicht erkannten wir auch sehr früh, dass dieser Beruf überhaupt nicht unseren Vorstellungen entsprach.</p>
<p>Aber wir hatten ein Bild davon!</p>
<p><strong>Und wie ist es heute?</strong></p>
<p>Meine Freundin, die viele Jahre in der pädagogischen Betreuung von Schulkindern tätig war, erzählte von einer bemerkenswerten Erfahrung.</p>
<p>Auf die Frage, was ihre Eltern beruflich machten, konnten manche Kinder keine Antwort geben.</p>
<p>„Irgendetwas mit Computern.“</p>
<p>„Im Büro, glaube ich.“</p>
<p>Mehr wussten sie nicht.</p>
<p>Das ist eigentlich erstaunlich.</p>
<p>Unsere Arbeitswelt hat sich verändert. Viele Berufe finden hinter Bildschirmen statt, in großen Unternehmen, in Besprechungsräumen oder im Homeoffice. Die Arbeit ist für Kinder oft kaum sichtbar oder verständlich.</p>
<p>Und was erleben sie, wenn ihre Eltern nach Hause kommen?</p>
<p>Nicht selten sind diese müde, gestresst und erschöpft. Sie erzählen von schwierigen Vorgesetzten, von Termindruck, Überforderung und Ärger mit Kollegen.</p>
<p>Das soll kein Vorwurf sein. Die Belastungen sind real, und natürlich dürfen Eltern darüber sprechen.</p>
<p>Aber welches Bild von Arbeit entsteht dadurch in den Köpfen unserer Kinder?</p>
<p>Arbeit macht müde. Arbeit macht unzufrieden. Arbeit raubt Lebenszeit.</p>
<p><strong>Kann man es jungen Menschen verdenken, wenn sie möglichst früh nach einer guten Work-Life-Balance suchen? Wenn sie sich fragen, ob sie sich diesem Druck überhaupt aussetzen möchten?</strong></p>
<p>Dabei ist der Wunsch nach einem ausgewogenen Leben keineswegs falsch. Vielleicht hat die junge Generation sogar erkannt, was wir Babyboomer lange übersehen haben: <strong>Dass Arbeit nicht das ganze Leben sein darf.</strong></p>
<p>Aber Arbeit kann auch etwas anderes bedeuten.</p>
<p><strong>Sie kann Freude machen, Menschen verbinden, Selbstvertrauen schenken. Sie kann das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden, etwas zu gestalten und mit den eigenen Fähigkeiten einen Beitrag zu leisten.</strong></p>
<p>Wie sollen Kinder diese Seite kennenlernen, wenn sie davon kaum etwas erfahren?</p>
<p>Ich erinnere mich an eine Begebenheit mit unserem Sohn.</p>
<p>Mein Mann war damals in der Automobilbranche tätig. Er schulte Verkäufer und beriet Betriebe in wirtschaftlichen Fragen.</p>
<p>Unser Sohn, voller jugendlichem Selbstbewusstsein, sagte eines Tages sinngemäß zu ihm:</p>
<p>„Super! Du erklärst den Verkäufern, wie sie arbeiten sollen, und zeigst den Chefs, wie sie ihre Betriebe besser führen können. Gib mir deine Unterlagen, das mache ich auch!“</p>
<p>Wir mussten lachen.</p>
<p>Aber er hatte eine Vorstellung davon, was sein Vater tat. Er konnte sich etwas darunter vorstellen, und offensichtlich gefiel ihm diese Tätigkeit.</p>
<p>Heute arbeitet er selbst als Manager in der Automobilbranche.</p>
<p>Natürlich ist das kein Beweis dafür, dass Kinder den Beruf ihrer Eltern übernehmen werden. Und das sollen sie auch gar nicht.</p>
<p>Aber es zeigt, wie wichtig Einblicke, Begegnungen und persönliche Erfahrungen sein können.</p>
<p>Vielleicht sollten wir unsere Kinder wieder häufiger an unserer Arbeit teilhaben lassen. Ihnen erzählen, was wir eigentlich tun. Nicht nur, was uns ärgert, sondern auch, was uns gelungen ist. Worüber wir uns freuen. Welche Probleme wir lösen konnten.</p>
<p>Vielleicht sollten wir ihnen erklären, warum unsere Arbeit wichtig ist und für wen wir sie tun.</p>
<p>Und vielleicht sollten wir sie fragen, was sie daran interessant finden.</p>
<p>Nicht jeder Arbeitsplatz eignet sich für Kinderbesuche. Aber ein Gespräch am Abend, ein gemeinsamer Blick auf ein Projekt, ein Besuch am Tag der offenen Tür oder eine kleine Aufgabe können bereits Türen öffnen.</p>
<p>Wir sprechen so häufig darüber, dass die Jugend keine Orientierung habe, keine Verantwortung übernehmen wolle oder zu hohe Erwartungen an das Berufsleben stelle.</p>
<p><strong>Aber haben wir ihr ausreichend Gelegenheit gegeben, Neugier auf die Arbeitswelt zu entwickeln?</strong></p>
<p>Vielleicht beginnt Berufsorientierung nicht erst in der Schule, bei einem Eignungstest oder bei der Wahl einer Ausbildung.</p>
<p>Vielleicht beginnt sie viel früher.</p>
<p>Mit einem kleinen Mädchen, das seinem Vater beim Zubereiten einer Rezeptur zusieht.</p>
<p>Mit einem Kind, das stolz seine ersten 50 Pfennig verdient.</p>
<p>Mit einer alten Schreibmaschine im Büro der Mutter.</p>
<p>Oder mit einem Jungen, der die Unterlagen seines Vaters haben möchte, weil dessen Arbeit in seinen Augen so einfach und faszinierend aussieht.</p>
<p>Vielleicht müssen wir nicht nur darüber reden, was die junge Generation anders machen sollte.</p>
<p><strong>Vielleicht sollten wir ihr wieder mehr von unserer eigenen Welt zeigen.</strong></p>
<p>Und dabei nicht vergessen, ihr auch von den schönen Seiten unseres Arbeitslebens zu erzählen.</p>
<p>Denn wie soll Begeisterung entstehen, wenn wir nur von Belastung sprechen?</p>
<p>Und wie sollen junge Menschen ihren eigenen Weg finden, wenn wir ihnen die Wege, die wir gegangen sind, nicht zeigen?</p>
<p>Meine eigenen Kinder sind gewissermaßen in einer Apotheke aufgewachsen. Drei Generationen – die Großeltern, die Mutter und die Kinder – waren mit diesem Betrieb verbunden.</p>
<p>Sie erlebten die Nachtdienste, die Verantwortung, die Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums, aber auch die Jahre, in denen die Erträge zurückgingen. Sie bekamen mit, wie sehr ein selbstständiger Betrieb von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Entwicklungen und äußeren Einflüssen abhängig sein kann.</p>
<p>Sie lernten nicht nur die Sonnenseiten kennen.</p>
<p>Und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, konnten sie ihre eigenen Entscheidungen treffen.</p>
<p>Latein wollten sie nicht lernen, Chemie begeisterte sie nicht sonderlich. Damit war für beide klar: Die Pharmazie würde nicht ihr Weg werden.</p>
<p>Und das war gut so!</p>
<p>Sie wählten andere Berufe und haben darin ihren Platz gefunden. Heute sind beide mit ihrer beruflichen Tätigkeit so zufrieden, wie man es im Arbeitsleben wohl sein kann.</p>
<p>Für mich liegt darin eine wichtige Erkenntnis:</p>
<p><strong>Kinder müssen nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Aber sie sollten wissen, welche Wege ihre Eltern gegangen sind, um ihren eigenen Weg bewusster wählen zu können.</strong></p>
<p>Vielleicht ist das eine der wertvollsten Formen der Berufsorientierung: nicht Erwartungen zu erfüllen, sondern aus eigenen Beobachtungen und Erfahrungen Entscheidungen treffen zu dürfen.</p>
<p>„<strong>Wir müssen unseren Kindern nicht den Weg vorgeben. Aber wir sollten ihnen zeigen, wie viele Wege es gibt – und ihnen zutrauen, ihren eigenen zu finden.“</strong></p>
<p>Allen eine stressfreie Woche!</p>
<p>Eure Petra</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/berufsorientierung-beginnt-in-der-familie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Generationenkonflikt: Zuhören statt Urteilen</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/generationenkonflikt-zuhoeren-statt-urteilen/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/generationenkonflikt-zuhoeren-statt-urteilen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2026 08:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Verständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4117</guid>

					<description><![CDATA[Generationen im Gespräch – reden wir miteinander oder aneinander vorbei? Gestern war es wieder einmal so weit. Eine Diskussion im Bekanntenkreis über die verschiedenen Generationen, ihre Einstellungen, ihre Werte-dem sogenannten Generationenkonflikt- und darüber, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt. Die Wogen gingen hoch. Wie so oft, wenn es um die Frage geht, was aus unserer Gesellschaft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Generationen im Gespräch – reden wir miteinander oder aneinander vorbei?</h1>
<p>Gestern war es wieder einmal so weit. Eine Diskussion im Bekanntenkreis über die verschiedenen Generationen, ihre Einstellungen, ihre Werte-dem sogenannten Generationenkonflikt- und darüber, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt.</p>
<p>Die Wogen gingen hoch. Wie so oft, wenn es um die Frage geht, was aus unserer Gesellschaft werden soll, wenn die nachfolgenden Generationen andere Vorstellungen von Arbeit, Verantwortung, Leistung und Zusammenleben haben als wir.</p>
<p>Ich musste schmunzeln. Gerade erst hatten wir in meinem Rhetorikkurs das Thema „Generation Talk“ behandelt. Wie spreche ich mit Menschen unterschiedlicher Generationen, damit das, was ich sagen möchte, auch tatsächlich bei ihnen ankommt?</p>
<p>Eine spannende Frage. Denn offenbar reicht es nicht, dieselbe Sprache zu sprechen, um einander zu verstehen.</p>
<p><strong>Aber war das nicht schon immer so?</strong></p>
<p>Haben nicht schon unsere Eltern über uns den Kopf geschüttelt? Über unsere Musik, unsere Kleidung, unsere Vorstellungen von Freiheit und Selbstbestimmung?</p>
<p>Wir wollten vieles anders machen. Wir wollten uns von überkommenen Vorstellungen lösen, unsere eigenen Erfahrungen sammeln und unseren eigenen Weg gehen.</p>
<p>Und heute?</p>
<p>Heute sitzen wir auf der anderen Seite des Tisches und fragen uns, was aus den Werten geworden ist, die uns wichtig waren.</p>
<p>Ich gehöre einer Generation an, für die Pflichterfüllung, Verlässlichkeit und Durchhaltevermögen selbstverständlich waren. Wir haben gelernt, dass man zuerst seine Aufgaben erledigt und danach vielleicht das Vergnügen kommt. Dass man nicht bei jeder Schwierigkeit aufgibt und dass Leistung auch etwas mit Selbstachtung zu tun hat.</p>
<p>Aber haben uns diese Vorstellungen immer glücklich gemacht?</p>
<p>Wie oft haben wir unsere eigenen Bedürfnisse zurückgestellt? Wie oft haben wir funktioniert, obwohl wir längst erschöpft waren? Wie oft haben wir Dinge ertragen, nur weil man das eben so machte?</p>
<p>Vielleicht stellen die Jüngeren heute Fragen, die wir uns damals gar nicht zu stellen wagten.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass ich alles gutheißen muss. Ich darf kritisch sein. Ich darf mich fragen, wie eine Gesellschaft funktionieren kann, wenn individuelle Wünsche und gemeinschaftliche Verantwortung nicht mehr im Gleichgewicht stehen.</p>
<p>Aber ich sollte auch bereit sein, meine eigenen Maßstäbe zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Hat es überhaupt Sinn, darüber zu diskutieren?</strong></p>
<p>Ich glaube schon. Allerdings nur, wenn wir nicht ausschließlich beweisen wollen, dass wir recht haben.</p>
<p>Eine Diskussion, in der jeder auf seiner Position beharrt, wird selten etwas verändern. Sie hinterlässt eher Ärger, Enttäuschung und das Gefühl, nicht verstanden worden zu sein.</p>
<p>Vielleicht müssten wir viel häufiger fragen:</p>
<p>Warum ist dir das wichtig? Was hast du erlebt, dass du so denkst? Was macht dir Sorgen? Und was wünschst du dir für deine Zukunft?</p>
<p>Denn hinter vielen Meinungsverschiedenheiten stehen nicht nur unterschiedliche Ansichten, sondern unterschiedliche Lebenserfahrungen.</p>
<p>Die Älteren bringen Erinnerungen mit, die Jüngeren Erwartungen. Die einen wissen, was sie erlebt und bewältigt haben. Die anderen müssen erst herausfinden, was für sie richtig ist.</p>
<p>Beide Perspektiven haben ihren Wert.</p>
<p>Und vielleicht liegt hier auch der Schlüssel zu einer besseren Verständigung: Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Aber wir sollten einander zuhören können, ohne sofort zu bewerten.</p>
<p>Im Rhetorikkurs habe ich wieder einmal erfahren, wie entscheidend es ist, nicht nur darauf zu achten, <strong>was ich sage, sondern auch, wie mein Gegenüber es hören und verstehen kann.</strong></p>
<p>Das gilt nicht nur für Generationen. Das gilt für jede menschliche Beziehung.</p>
<p>Und noch etwas beschäftigt mich: Wenn wir uns Sorgen um die Zukunft unserer Gesellschaft machen, sollten wir nicht nur fragen, was die jüngere Generation anders machen müsste.</p>
<p>Wir könnten auch fragen, was wir selbst dazu beitragen können, damit Menschen wieder mehr miteinander statt übereinander reden.</p>
<p>Vielleicht beginnt gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht mit der großen Veränderung, sondern mit einem kleinen Gespräch, in dem niemand gewinnen muss.</p>
<p><strong>Denn die Zukunft gehört nicht einer Generation allein. Wir alle gestalten sie – miteinander oder gegeneinander.</strong></p>
<p>Und vielleicht ist die wichtigste Frage gar nicht, welche Generation recht hat.</p>
<p>Sondern ob wir bereit sind, voneinander zu lernen.</p>
<h2>Zuhören – ohne die Antwort schon zu kennen</h2>
<p>Vielleicht liegt unser größtes Problem gar nicht darin, dass die Generationen unterschiedliche Vorstellungen haben.</p>
<p>Vielleicht liegt es darin, dass wir einander zu wenig zuhören.</p>
<p>Wir fragen, aber erwarten eine bestimmte Antwort. Wir hören Worte, vergleichen sie mit unseren eigenen Erfahrungen und haben unser Urteil oft schon gefällt, bevor der andere ausgesprochen hat.</p>
<p>Doch wirkliches Zuhören bedeutet, die eigenen Erwartungen für einen Moment zurückzustellen. Neugierig zu sein auf das, was der andere denkt. Auch dann, wenn es unseren Überzeugungen widerspricht.</p>
<p>Und wir sollten die Ängste der älteren Generation nicht übersehen.</p>
<p>Wer sein Leben lang gearbeitet, Verantwortung getragen und seinen Beitrag zur Gesellschaft geleistet hat, darf sich fragen, wie es weitergehen soll.</p>
<p>Wer wird uns versorgen, wenn wir alt und hilfsbedürftig sind? Wer wird die Pflege übernehmen? Wer wird unsere sozialen Sicherungssysteme finanzieren? Wird das, was wir über Jahrzehnte aufgebaut haben, auch für kommende Generationen Bestand haben?</p>
<p>Das sind Fragen, die nicht aus mangelndem Verständnis für die Jugend entstehen müssen, sondern aus einer ganz menschlichen Sorge um Sicherheit und Verlässlichkeit.</p>
<p>Aber vielleicht sollten wir auch den jungen Menschen zuhören, wenn sie von ihren Zukunftsängsten erzählen.</p>
<p>Denn auch sie fragen sich, ob sie sich ein gutes Leben werden leisten können, ob ihre Arbeit Sicherheit bietet und welche Welt sie eines Tages ihren Kindern hinterlassen.</p>
<p><strong>Vielleicht haben wir viel mehr gemeinsame Sorgen, als wir glauben. Wir drücken sie nur unterschiedlich aus.</strong></p>
<p>Und was können wir tun?</p>
<p>Wir können die demografische Entwicklung nicht wegdiskutieren. Wir können auch nicht erwarten, dass die nächste Generation genauso lebt und arbeitet wie wir.</p>
<p>Aber wir können gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir können Erfahrungen weitergeben, ohne sie zu Vorschriften zu machen. Wir können neue Ideen zulassen, ohne alles Bewährte aufzugeben.</p>
<p>Wir können darüber sprechen, wie wir Pflege, Versorgung und gesellschaftliche Verantwortung in Zukunft organisieren wollen. Nicht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen, sondern mit der Frage, welchen Beitrag jeder leisten kann.</p>
<p>Vielleicht braucht unsere Gesellschaft weniger Generationenkämpfe und mehr Generationengespräche.</p>
<p>Und vielleicht sollten wir uns daran erinnern, dass auch unsere Eltern manchmal voller Sorge auf unsere Zukunft blickten.</p>
<p>Trotzdem sind wir unseren Weg gegangen.</p>
<p>Nicht alles ist gelungen. Aber vieles haben wir geschafft.</p>
<p>Warum sollten wir den nachfolgenden Generationen nicht ebenfalls zutrauen, Antworten auf die Fragen ihrer Zeit zu finden?</p>
<p><strong>Zukunft entsteht nicht dadurch, dass wir an der Vergangenheit festhalten. Sie entsteht dort, wo Erfahrung und neue Ideen einander begegnen.</strong></p>
<p>Und vielleicht beginnt genau das mit einer ganz einfachen Frage:</p>
<p><em>Erzähl mir, wie du die Welt siehst. Ich möchte dich verstehen.</em></p>
<p><em><strong>Allen ein schönen Sonntag!</strong></em></p>
<p><em><strong>Eure Petra</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/generationenkonflikt-zuhoeren-statt-urteilen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>45 Cent Heimat &#8211; Eine Reise zurück zu meinen Wurzeln</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/45-cent-heimat-reise-zu-meinen-wurzeln/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/45-cent-heimat-reise-zu-meinen-wurzeln/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2026 08:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliche Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Wurzeln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4112</guid>

					<description><![CDATA[45 Cent Heimat Eine ganze Woche waren wir in Deutschland – in meiner alten Heimat. Und während ich jetzt wieder zu Hause sitze, merke ich, dass ein Teil von mir noch dort geblieben ist. Es war keine spektakuläre Reise. Keine großen Sehenswürdigkeiten, keine weiten Entfernungen. Und doch war diese Woche angefüllt mit Begegnungen, Erinnerungen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>45 Cent Heimat</h1>
<p>Eine ganze Woche waren wir in Deutschland – in meiner alten Heimat. Und während ich jetzt wieder zu Hause sitze, merke ich, dass ein Teil von mir noch dort geblieben ist.</p>
<p>Es war keine spektakuläre Reise. Keine großen Sehenswürdigkeiten, keine weiten Entfernungen. Und doch war diese Woche angefüllt mit Begegnungen, Erinnerungen und neuen Erkenntnissen.</p>
<p>Bei einer lieben Freundin, Heilpraktikerin und Ärztin, durfte ich wieder vieles erfahren und lernen. Neue Gedanken haben sich geöffnet, Zusammenhänge wurden sichtbar, und einiges davon wird ganz selbstverständlich in meine eigene energetische Arbeit einfließen. Gleichzeitig durfte auch ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit ihr teilen.</p>
<p>Genau diesen Austausch liebe ich: wenn Wissen nicht belehrt, sondern sich begegnet. Wenn zwei Menschen einander etwas schenken und beide anschließend reicher weitergehen.</p>
<p>Wir trafen Freunde, die uns über all die Jahre und trotz der Entfernung verbunden geblieben sind. Menschen, bei denen es kein langes Wiederannähern braucht. Man sitzt zusammen, beginnt zu erzählen – und plötzlich scheint die Zeit dazwischen gar nicht mehr so groß zu sein.</p>
<p>Und natürlich zog es mich auch zu den alten Orten.</p>
<p>Ich betrachtete die für diese Gegend so typischen Fachwerkkirchen. Diese kleinen Kirchen berühren mich auf eine besondere Weise. Vielleicht, weil sie so selbstverständlich in der Landschaft stehen. Holz, Stein, jahrhundertealte Mauern – stille Zeugen all der Menschen, die vor uns dort gelebt, gehofft, gebetet, geliebt und Abschied genommen haben.</p>
<p>Dann führte mich der Weg zurück an einen Ort meiner Kindheit, dorthin, wo meine Großeltern gelebt hatten.</p>
<p>Der Anlass war erstaunlich nüchtern: Ich musste Grundsteuer bezahlen.</p>
<p><strong>45 Cent.</strong></p>
<p>45 Cent für ein großes, aber anscheinend nicht sehr wertvolles Grundstück, das mich bis heute mit diesem Ort verbindet.</p>
<p>Ich musste darüber lächeln. Wie wenig es manchmal braucht, um eine Verbindung aufrechtzuerhalten. Ein Stückchen Erde. Ein Eintrag irgendwo in einem Register. 45 Cent.</p>
<p>Und dahinter eine ganze Welt von Erinnerungen.</p>
<p>Besonders berührt hat mich auch unser Besuch in Willingshausen, der alten Malerkolonie in der Schwalm. Schon als neunjähriges Mädchen war ich mit meinem Vater dorthin gewandert.</p>
<p>Erstaunlich, was ein Kind in seiner Erinnerung bewahrt.</p>
<p>Ich erinnerte mich an die wunderschönen Landschaftsbilder. An eine kleine Gaststätte, in der wir zu Mittag gegessen hatten. Und vor allem an ein beeindruckendes Gemälde, das dort über einem alten Kanapee hing.</p>
<p>Mehr als sechs Jahrzehnte später waren diese Bilder noch immer in mir.</p>
<p>Vielleicht suchen wir deshalb manchmal die Orte unserer Kindheit wieder auf. Nicht nur, um zu sehen, was aus ihnen geworden ist, sondern um jenem Menschen zu begegnen, der wir dort einmal waren.</p>
<p>Dem kleinen Mädchen, das mit seinem Vater durch die Landschaft wanderte und Bilder betrachtete.</p>
<p>Der jungen Petra, die damals noch nicht wissen konnte, wohin ihr Weg sie einmal führen würde.</p>
<p>Und vielleicht flüstert dieses Kind uns bei einer solchen Rückkehr etwas zu:</p>
<p><strong>Siehst du – ich bin immer noch da.</strong></p>
<p>Zum Abschluss unserer Reise durften wir noch etwas ganz Besonderes erleben: den 100. Geburtstag der Mutter einer Freundin. Eine erstaunlich rüstige Seniorin, umgeben von Menschen, die diesen außergewöhnlichen Tag mit ihr feierten.</p>
<p>Hundert Jahre Leben.</p>
<p>Wie viele Geschichten, Abschiede, Neubeginne, Freuden und Veränderungen mögen darin verborgen sein?</p>
<p>Vielleicht hat mich gerade deshalb diese ganze Woche so tief berührt. Überall begegnete mir gelebte Zeit: in alten Freundschaften, in den Fachwerkkirchen, in den Erinnerungen an meinen Vater, in einem  Stück Land meiner Großeltern und schließlich in einem Menschen, der auf hundert Lebensjahre zurückblicken darf.</p>
<p>Als wir wieder nach Hause fuhren, spürte ich etwas, das ich gar nicht erwartet hatte:</p>
<p><strong>Ich wollte noch bleiben.</strong></p>
<p>Nicht unbedingt länger an diesem einen Ort. Ich wollte noch ein wenig länger in dieser Energie verweilen.</p>
<p>In diesem Gefühl von Vertrautheit.</p>
<p>Von Verbundenheit.</p>
<p>Von Heimat.</p>
<p>Vielleicht ist Heimat nämlich gar nicht dort, wo wir wohnen.</p>
<p>Vielleicht besteht Heimat aus all den unsichtbaren Fäden, die uns mit Menschen, Landschaften und Erinnerungen verbinden. Manche davon werden über die Jahre dünner. Andere bleiben erstaunlich stark.</p>
<p>Und manchmal genügt eine Reise, ein altes Bild, eine Begegnung – oder sogar eine Grundsteuerrechnung über 45 Cent –, um sie wieder zu spüren.</p>
<p>Dann erkennen wir:</p>
<p><strong>Wir können weit fortgehen, ohne unsere Wurzeln zu verlieren.</strong></p>
<p>Denn manches Stück Heimat tragen wir nicht unter unseren Füßen.</p>
<p>Wir tragen es in uns.</p>
<p><em><strong>Ich gehöre dazu.</strong></em><br />
<em><strong>Ich bin verbunden.</strong></em><br />
<em><strong>Ich komme von hier.</strong></em><br />
<em><strong>Und ich darf wieder heimkommen – auch zu mir selbst.</strong></em></p>
<p><em><strong>Eure Petra </strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/45-cent-heimat-reise-zu-meinen-wurzeln/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn aus einer Begegnung Vertrautheit wird</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/begegnungwirdvertrautheit/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/begegnungwirdvertrautheit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 09:55:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrautheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4108</guid>

					<description><![CDATA[Wenn aus einer Begegnung Vertrautheit wird Manchmal treten Menschen in unser Leben, bei denen wir nicht lange überlegen müssen. Da ist einfach dieses Gefühl: Ja, das passt. So ging es mir an diesem Wochenende. Eine Bekannte, die ich bisher nur durch ein Seminar über Zoom kannte, war auf dem Weg zur Zwölf-Apostel-Zeche in Klosterneuburg. Als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><p data-path-to-node="6">
<blockquote data-path-to-node="7">
<h1>Wenn aus einer Begegnung Vertrautheit wird</h1>
<p>Manchmal treten Menschen in unser Leben, bei denen wir nicht lange überlegen müssen. Da ist einfach dieses Gefühl: <strong>Ja, das passt.</strong></p>
<p>So ging es mir an diesem Wochenende.</p>
<p>Eine Bekannte, die ich bisher nur durch ein Seminar über Zoom kannte, war auf dem Weg zur Zwölf-Apostel-Zeche in Klosterneuburg. Als ich davon erfuhr, hatte ich spontan das Gefühl, sie zu mir einzuladen.</p>
<p>Wir hatten uns noch nie persönlich getroffen. Und trotzdem war da kein Zögern.</p>
<p>Heute, nach diesem Wochenende, weiß ich: Es war genau richtig.</p>
<p>Schon nach kurzer Zeit fühlte es sich überhaupt nicht mehr so an, als würden sich zwei Menschen zum ersten Mal wirklich begegnen. Wir erzählten und erzählten, entdeckten Gemeinsamkeiten, stellten Fragen, tauschten Erfahrungen aus – und irgendwann spielte Zeit einfach keine Rolle mehr.</p>
<p>Besonders schön wurde es bei unserem Besuch im Münster von Neuberg an der Mürz.</p>
<p>Eigentlich wollten wir „nur“ die Kirche anschauen. Doch aus dem Anschauen wurde ein Entdecken.</p>
<p>Wir blieben vor Darstellungen stehen, betrachteten Figuren, Zeichen und Symbole und begannen gemeinsam zu rätseln: Was bedeutet dieses Zeichen? Warum wurde gerade dieser Heilige hier dargestellt? Was wollten die Menschen, die diesen Ort geschaffen haben, damit ausdrücken?</p>
<p>Plötzlich war das Münster nicht mehr nur ein beeindruckendes altes Bauwerk.</p>
<p>Es begann zu erzählen.</p>
<p>Von einer Zeit, in der Symbole eine Sprache waren. Von Glauben und Hoffnung, von Schutz und Tod, von Licht und Dunkelheit. Und vielleicht auch von Dingen, deren ursprüngliche Bedeutung wir heute nur noch erahnen können.</p>
<p>Genau das liebe ich.</p>
<p>Nicht einfach nur anzuschauen und weiterzugehen, sondern <strong>hinter das Sichtbare zu schauen</strong>.</p>
<p>Vielleicht ist es meine Neugier. Vielleicht meine Liebe zu alten Orten und ihren Geschichten. Vielleicht aber auch dieses feine Gefühl, dass manches mehr in sich trägt, als wir auf den ersten Blick erkennen.</p>
<p>Und wenn dann zwei Menschen zusammentreffen, die beide diese Freude am Entdecken haben, kann etwas Wunderbares geschehen:</p>
<p>Man vergisst die Zeit.</p>
<p>Wir jedenfalls haben sie gründlich vergessen.</p>
<p>Und während wir gemeinsam die christlichen Symbole erforschten, wurde mir wieder bewusst, wie bereichernd Begegnungen sein können, wenn niemand dem anderen erklären muss, warum ihn etwas berührt.</p>
<p>Man schaut.</p>
<p>Man fragt.</p>
<p>Man entdeckt.</p>
<p>Und plötzlich entsteht aus einem ganz normalen Wochenende etwas Besonderes.</p>
<p>Meine Besucherin war ursprünglich auf dem Weg zu einem Ort, der auch für mich eine besondere Bedeutung hat – zur Zwölf-Apostel-Zeche. Vielleicht war schon das eine kleine unsichtbare Verbindung zwischen uns.</p>
<p>Doch ich glaube, die eigentliche Botschaft dieses Wochenendes war eine andere:</p>
<p><strong>Vertrautheit lässt sich nicht in Jahren messen.</strong></p>
<p>Es gibt Menschen, die kennen wir lange und bleiben uns trotzdem ein Stück weit fremd. Und dann gibt es Begegnungen, bei denen nach wenigen Stunden etwas mitschwingt, das sich vertraut anfühlt.</p>
<p>Ohne Anstrengung.</p>
<p>Ohne Erwartungen.</p>
<p>Einfach durch gemeinsame Neugier, Offenheit und die Freude daran, miteinander auf Entdeckungsreise zu gehen.</p>
<p>Vielleicht sollten wir solchen spontanen Impulsen viel öfter folgen.</p>
<p>Nicht alles muss geplant sein.</p>
<p>Nicht jede Einladung braucht einen vernünftigen Grund.</p>
<p>Manchmal genügt dieses leise innere Gefühl:</p>
<p><strong>Mach es einfach.</strong></p>
<p>Ich habe darauf gehört.</p>
<p>Und dafür bin ich heute sehr dankbar.</p>
<p>Denn aus einer spontanen Einladung wurde ein wunderschönes Wochenende voller Gespräche, gemeinsamer Entdeckungen und dieser seltenen Momente, in denen man auf die Uhr schaut und sich fragt:</p>
<p><strong>Wo ist eigentlich die Zeit geblieben?</strong></p>
<p>Vielleicht ist genau das eines der schönsten Zeichen dafür, dass eine Begegnung ein Geschenk war.</p>
<p><strong>Eure Petra</strong></p>
<p><em>AuraHealing – Heilung ist Magie. Magie ist Heilung.</em></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/begegnungwirdvertrautheit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Dankbarkeit nicht reicht</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/wenn-dankbarkeit-nicht-reicht/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/wenn-dankbarkeit-nicht-reicht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 07:49:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Unzufriedenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=4104</guid>

					<description><![CDATA[Wenn Dankbarkeit nicht reicht Es ist Sonntagmorgen. Eigentlich sollte ich dankbar sein. Meine Kinder aus Mexiko waren da. Ich habe sie gesehen, konnte sie in den Arm nehmen, mit ihnen reden, lachen, Zeit verbringen. Gestern sind sie wieder gefahren. Und heute bin ich traurig. Nicht dramatisch traurig. Es ist eher diese stille Schwere, die sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Wenn Dankbarkeit nicht reicht</h1>
<p>Es ist Sonntagmorgen.</p>
<p>Eigentlich sollte ich dankbar sein.</p>
<p>Meine Kinder aus Mexiko waren da. Ich habe sie gesehen, konnte sie in den Arm nehmen, mit ihnen reden, lachen, Zeit verbringen. Gestern sind sie wieder gefahren.</p>
<p>Und heute bin ich traurig.</p>
<p>Nicht dramatisch traurig. Es ist eher diese stille Schwere, die sich über alles legt. Ich bin müde, obwohl ich gar nicht genau sagen kann, wovon. Und während ich hier sitze und eigentlich meinen Sonntagsblog schreiben möchte, ertappe ich mich schon wieder dabei, nach einer Erklärung zu suchen.</p>
<p><strong>Warum bin ich so müde?<br />
Warum bin ich traurig?<br />
Warum bin ich nicht einfach zufrieden?</strong></p>
<p>Ich habe doch so vieles, wofür ich dankbar sein kann.</p>
<p>Und genau an dieser Stelle beginnt etwas, das ich sehr gut kenne: Ich hinterfrage mich.</p>
<p>Vielleicht zu viel.</p>
<p>Ich suche nach Ursachen, nach alten Mustern, nach einer Botschaft meines Körpers, meiner Seele, meines Lebens. Irgendwo muss doch die Antwort liegen. Irgendwo muss doch etwas sein, das ich erkennen, lösen oder verändern kann.</p>
<p>Aber was, wenn es heute gar nichts zu lösen gibt?</p>
<p>Dieser Gedanke ist für mich ungewohnt.</p>
<p>Vielleicht bin ich einfach traurig, weil Menschen, die ich liebe, wieder gegangen sind.</p>
<p>Vielleicht bin ich müde, weil Nähe auch Kraft kostet – gerade dann, wenn sie schön ist. Weil in wenigen gemeinsamen Stunden so vieles mitschwingt: Freude, Liebe, Erinnerungen und das Wissen, dass die Zeit miteinander begrenzt ist.</p>
<p>Und vielleicht ist meine Unzufriedenheit keine Undankbarkeit.</p>
<p>Das ist für mich heute der wichtigste Gedanke.</p>
<p><strong>Dankbarkeit und Sehnsucht dürfen gleichzeitig existieren.</strong></p>
<p>Ich darf dankbar für mein Leben sein und mir trotzdem etwas anderes wünschen.</p>
<p>Ich darf mein Haus lieben und mich manchmal einsam fühlen.</p>
<p>Ich darf stolz auf das sein, was ich geschaffen habe, und trotzdem fragen: War das schon alles?</p>
<p>Ich darf meine Familie lieben und traurig sein, wenn sie wieder in ihr eigenes Leben zurückkehrt.</p>
<p>Vielleicht beginnt Undankbarkeit erst dort, wo ich das Gute nicht mehr sehen kann. Aber das kann ich.</p>
<p>Ich sehe es sehr wohl.</p>
<p>Nur gibt es neben dem Guten noch etwas anderes.</p>
<p>Eine Sehnsucht.</p>
<p>Wonach?</p>
<p>Genau das weiß ich nicht.</p>
<p>Und vielleicht macht mich gerade dieses Nichtwissen so unruhig.</p>
<p>Ich bin es gewohnt, nach Antworten zu suchen. Mein ganzes Leben lang wollte ich verstehen. Menschen, Zusammenhänge, Krankheiten, Energien – und nicht zuletzt mich selbst.</p>
<p>Doch vielleicht gibt es Lebensphasen, in denen die Frage wichtiger ist als die schnelle Antwort.</p>
<p>Ich bin 76 Jahre alt. Ich habe gelebt, geliebt, gearbeitet, gekämpft, aufgebaut, losgelassen und immer wieder neu angefangen.</p>
<p>Und trotzdem gibt es in mir offenbar noch etwas, das sagt:</p>
<p><strong>Da ist noch etwas.</strong></p>
<p>Nicht unbedingt etwas Großes.</p>
<p>Vielleicht muss ich nirgendwo mehr ankommen.</p>
<p>Vielleicht geht es vielmehr darum herauszufinden, was sich heute noch lebendig anfühlt.</p>
<p>Was möchte ich erleben?</p>
<p>Mit wem möchte ich lachen?</p>
<p>Was möchte ich noch sagen?</p>
<p>Wo möchte ich dazugehören?</p>
<p>Was möchte durch mich noch in die Welt?</p>
<p>Ich kenne die Antworten heute Morgen nicht.</p>
<p>Und zum ersten Mal versuche ich, mich dafür nicht zu verurteilen.</p>
<p>Vielleicht muss nicht jeder Sonntag eine Erkenntnis bringen.</p>
<p>Vielleicht darf ein Sonntag auch einfach ein stiller Zwischenraum sein.</p>
<p>Ein Tag, an dem ich meine Kinder vermisse.</p>
<p>Ein Tag, an dem ich müde bin.</p>
<p>Ein Tag, an dem Dankbarkeit und Traurigkeit nebeneinander auf meinem Sofa sitzen dürfen.</p>
<p>Und vielleicht frage ich heute einmal nicht:</p>
<p><strong>„Was stimmt nicht mit mir?“</strong></p>
<p>Sondern:</p>
<p><strong>„Wonach sehnst du dich, Petra?“</strong></p>
<p><strong>Und das Fiese daran ist: Ich weiß nicht einmal, wonach ich mich wirklich sehne.</strong></p>
<p>Aber vielleicht muss ich sie heute auch noch nicht haben.</p>
<p>Alles Liebe</p>
<p><strong><em>Eure Petra</em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/wenn-dankbarkeit-nicht-reicht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeit für das Wesentliche &#8211; Zwei Wochen, die dem Leben gehören</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/zeit-fuer-das-wesentliche/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/zeit-fuer-das-wesentliche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 13:22:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[enkel]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsame Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=3802</guid>

					<description><![CDATA[Zwei Wochen, die dem Leben gehören Es gibt Zeiten, in denen wir glauben, alles müsse weiterlaufen. Die Arbeit. Die Termine. Die Verpflichtungen. Das, was andere von uns erwarten – und vielleicht noch mehr das, was wir selbst von uns erwarten. Und dann gibt es diese besonderen Momente, in denen plötzlich etwas anderes wichtiger wird. Meine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Zwei Wochen, die dem Leben gehören</h1>
<p>Es gibt Zeiten, in denen wir glauben, alles müsse weiterlaufen.</p>
<p>Die Arbeit.<br />
Die Termine.<br />
Die Verpflichtungen.<br />
Das, was andere von uns erwarten – und vielleicht noch mehr das, was wir selbst von uns erwarten.</p>
<p>Und dann gibt es diese besonderen Momente, in denen plötzlich etwas anderes wichtiger wird.</p>
<p>Meine Enkel sind für zwei Wochen bei mir.</p>
<p>Und ich habe entschieden: <strong>Diese zwei Wochen gehören ihnen. Und uns.</strong></p>
<p>Ich habe alle beruflichen Termine abgesagt. Keine Sitzungen, keine Verpflichtungen, kein „Ich müsste nur noch schnell …“.</p>
<p>Das klingt vielleicht selbstverständlich. Für mich ist es das nicht.</p>
<p>Ich habe einen großen Teil meines Lebens gearbeitet. Verantwortung übernommen. Als Apothekerin war es selbstverständlich, dass die Apotheke funktionieren musste. Später, auf meinem anderen Weg, wurde die Verantwortung nicht weniger. Menschen kommen zu mir mit ihren Fragen, ihren Sorgen, ihren Hoffnungen. Auch diese Arbeit liegt mir am Herzen.</p>
<p>Gerade deshalb fällt es manchmal schwer, einfach zu sagen:</p>
<p><strong>Jetzt nicht.</strong></p>
<p>Nicht, weil die Arbeit unwichtig geworden wäre. Sondern weil etwas anderes gerade wichtiger ist.</p>
<h2>Zeit lässt sich nicht nachholen</h2>
<p>Meine Enkel werden nie wieder genau so alt sein wie heute.</p>
<p>Diese beiden Wochen im Sommer 2026 werden nicht wiederkommen.</p>
<p>Vielleicht werden wir gar nichts Spektakuläres erleben. Vielleicht werden wir ausschlafen, gemeinsam essen, reden, lachen, uns auch einmal auf die Nerven gehen. Vielleicht werden Pläne gemacht und wieder verworfen. Vielleicht entstehen gerade in den völlig ungeplanten Stunden jene Augenblicke, an die wir uns später erinnern.</p>
<p>Denn merkwürdigerweise sind es selten die perfekt organisierten Tage, die tief in unserer Erinnerung bleiben.</p>
<p>Es sind Gerüche.<br />
Ein Satz am Frühstückstisch.<br />
Ein gemeinsames Lachen.<br />
Eine Autofahrt.<br />
Ein Abend, an dem niemand auf die Uhr schaut.</p>
<p>Das Leben schreibt seine kostbarsten Geschichten oft nebenbei.</p>
<h2>Was hat eigentlich Vorrang?</h2>
<p>Vielleicht ist das eine Frage, die wir uns viel öfter stellen sollten.</p>
<p>Nicht: Was muss ich heute noch erledigen?</p>
<p>Sondern:</p>
<p><strong>Was möchte ich nicht versäumen?</strong></p>
<p>Das ist ein großer Unterschied.</p>
<p>Pflichten melden sich laut. Sie haben Termine, Uhrzeiten und Erwartungen.</p>
<p>Das Wesentliche dagegen ist oft erstaunlich leise.</p>
<p>Ein Mensch, der neben uns sitzt.<br />
Ein Gespräch, für das eigentlich gerade keine Zeit wäre.<br />
Ein Kind, das längst kein kleines Kind mehr ist.<br />
Ein Sommertag, der einfach nur gelebt werden möchte.</p>
<p>Und irgendwann begreifen wir: Auch Zeit ist eine Form von Liebe.</p>
<p>Vielleicht sogar eine der kostbarsten.</p>
<h2>Ich darf einfach Oma sein</h2>
<p>Ich muss in diesen zwei Wochen niemanden begleiten, nichts analysieren und nichts lösen.</p>
<p>Ich darf einfach Oma sein.</p>
<p>Dieser Satz gefällt mir.</p>
<p>Denn vielleicht besteht Freiheit nicht immer darin, etwas Neues zu beginnen. Manchmal besteht sie darin, etwas bewusst beiseitezulegen.</p>
<p>Ich habe meine Arbeit nicht abgesagt, weil sie mir zu viel geworden ist.</p>
<p>Ich habe sie abgesagt, weil ich mich entschieden habe, <strong>wo ich jetzt sein möchte.</strong></p>
<p>Hier.</p>
<p>Mit meinen Enkeln.</p>
<p>Mitten in diesen zwei Wochen, die heute vielleicht ganz gewöhnlich aussehen und irgendwann zu unseren Erinnerungen gehören werden.</p>
<p>Und während ich das schreibe, merke ich, wie gut sich diese Entscheidung anfühlt.</p>
<p>Es muss nicht immer alles gleichzeitig stattfinden.</p>
<p>Manches darf warten.</p>
<p><strong>Das Leben manchmal nicht.</strong></p>
<p><em><strong>Eure Petra</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/zeit-fuer-das-wesentliche/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ständige Müdigkeit und innere Veränderung – wenn alles Kraft kostet</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/muedigkeit-und-innere-veraenderung/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/muedigkeit-und-innere-veraenderung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 07:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[veränderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=3796</guid>

					<description><![CDATA[Müde zwischen dem Alten und dem Neuen Es gibt Zeiten, da bin ich müde, und ich weiß genau, warum. Zu wenig geschlafen. Zu viel gearbeitet. Zu viele Termine. Zu wenig Ruhe. Und dann gibt es diese andere Müdigkeit. Eine Müdigkeit, für die ich keine richtige Erklärung finde. Eigentlich ist gar nicht so viel passiert. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Müde zwischen dem Alten und dem Neuen</h1>
<p class="isSelectedEnd">Es gibt Zeiten, da bin ich müde, und ich weiß genau, warum.</p>
<p class="isSelectedEnd">Zu wenig geschlafen. Zu viel gearbeitet. Zu viele Termine. Zu wenig Ruhe.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und dann gibt es diese andere Müdigkeit.</p>
<p class="isSelectedEnd">Eine Müdigkeit, für die ich keine richtige Erklärung finde.</p>
<p class="isSelectedEnd">Eigentlich ist gar nicht so viel passiert. Der Tag war nicht besonders anstrengend, ich habe keine Berge versetzt und trotzdem fühlt es sich an, als hätte jemand über Nacht den Stecker gezogen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Genau so empfinde ich es im Moment.</p>
<p class="isSelectedEnd">Alles scheint ein wenig mehr Kraft zu kosten. Dinge, die mir normalerweise leicht von der Hand gehen, brauchen plötzlich Überwindung. Selbst Schönes kann anstrengend werden. Ich möchte etwas tun – und gleichzeitig möchte ich einfach nur sitzen und nichts müssen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Früher hätte mich das wahrscheinlich geärgert.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich hätte mich gefragt: <em>Was ist denn jetzt schon wieder los mit mir?</em></p>
<p class="isSelectedEnd">Ich hätte versucht, mich anzutreiben. Schließlich gibt es genug zu tun. Und irgendwo findet sich doch immer noch ein bisschen Energie, wenn man sich nur genügend zusammenreißt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute sehe ich das anders.</p>
<h2>Muss Müdigkeit immer weg?</h2>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht müssen wir nicht jede Müdigkeit sofort beseitigen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht gibt es Zeiten, in denen unser Inneres sehr viel mehr beschäftigt ist, als wir mit unserem Verstand wahrnehmen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich empfinde die Energien im Moment als dicht und fordernd. Nicht unbedingt schlecht. Aber kraftzehrend.</p>
<p class="isSelectedEnd">Es ist ein bisschen wie bei einem Computer, bei dem im Hintergrund Programme laufen. Auf dem Bildschirm passiert kaum etwas – und trotzdem arbeitet das System auf Hochtouren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht kennen wir Menschen solche Zeiten ebenfalls.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Außen scheint alles weitgehend normal zu sein. Doch im Inneren sortiert sich etwas neu.</p>
<p class="isSelectedEnd">Alte Gedanken passen nicht mehr so richtig. Gewohnheiten verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Manche Dinge, die lange wichtig waren, fühlen sich plötzlich weniger bedeutsam an.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und gleichzeitig ist das Neue noch nicht richtig da.</p>
<h2>Dieser merkwürdige Raum dazwischen</h2>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht ist genau das so anstrengend.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht mehr ganz dort zu sein – aber auch noch nicht angekommen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich kenne diesen Zwischenraum inzwischen gut.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und trotzdem fällt es mir nicht immer leicht, ihn auszuhalten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich bin ein Mensch, der gerne verstehen möchte. Wenn sich etwas verändert, möchte ich am liebsten sofort wissen, wohin es führt. Geduld gehört bekanntlich nicht zu meinen größten Talenten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Aber manche Entwicklungen lassen sich nicht beschleunigen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Sie brauchen ihre eigene Zeit.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vor einigen Tagen zog ich die Rune <strong>Inguz</strong>. Für mich trägt sie das Bild von etwas in sich, das herangereift ist. Etwas ist bereits entstanden, aber noch verborgen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Danach kam <strong>Dagaz</strong> – der Tagesanbruch, die Schwelle, der Wandel vom Dunkel ins Licht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und plötzlich bekam meine Müdigkeit für mich eine andere Bedeutung.</p>
<p class="isSelectedEnd">Was, wenn ich nicht müde bin, weil mir etwas fehlt?</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was, wenn ich gerade so viel Kraft brauche, weil sich etwas in mir verändert?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Dieser Gedanke fühlt sich vollkommen anders an.</p>
<h2>Nicht immer dagegen kämpfen</h2>
<p class="isSelectedEnd">Wir leben in einer Welt, in der Müdigkeit möglichst schnell behoben werden soll.</p>
<p class="isSelectedEnd">Kaffee. Schlaf. Bewegung. Motivation. Durchhalten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und natürlich braucht unser Körper Ruhe.</p>
<p class="isSelectedEnd">Aber vielleicht braucht manchmal auch unsere Seele Ruhe.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht, weil sie schwach geworden ist.</p>
<p class="isSelectedEnd">Sondern weil sie arbeitet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht dürfen wir uns dann erlauben, ein wenig langsamer zu werden. Nicht jeden freien Moment mit einer Aufgabe zu füllen. Nicht sofort nach einer Erklärung zu suchen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Einfach einmal wahrnehmen:</p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Wie geht es mir eigentlich gerade?</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Was kostet mich Kraft?</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Und was möchte ich vielleicht nicht länger mit meiner Kraft versorgen?</em></p>
<p class="isSelectedEnd">Diese letzte Frage beschäftigt mich besonders.</p>
<p class="isSelectedEnd">Denn vielleicht geht es nicht immer darum, <strong>mehr Energie zu bekommen</strong>.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht geht es manchmal darum, genauer hinzusehen, <strong>wohin unsere Energie fließt</strong>.</p>
<p class="isSelectedEnd">In Verpflichtungen, die längst keine Freude mehr machen?</p>
<p class="isSelectedEnd">In Erwartungen anderer?</p>
<p class="isSelectedEnd">In Gedanken, die sich ständig im Kreis drehen?</p>
<p class="isSelectedEnd">Oder in etwas Neues, das tief in uns bereits begonnen hat, obwohl wir es noch gar nicht benennen können?</p>
<h2>Vielleicht muss ich gerade gar nichts wissen</h2>
<p class="isSelectedEnd">Das ist vermutlich meine schwierigste Übung.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht sofort eine Antwort haben zu müssen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht zu wissen, was als Nächstes kommt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nur wahrzunehmen: Etwas verändert sich.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und mir zu erlauben, dabei müde zu sein.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht ist diese Müdigkeit kein Stillstand.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht ist sie ein Teil des Übergangs.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wie die Dunkelheit kurz vor dem Morgen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der neue Tag ist noch nicht zu sehen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und trotzdem ist er längst unterwegs.</p>
<p><strong>Manchmal brauchen wir unsere Kraft nicht, um weiterzulaufen.<br />
Manchmal brauchen wir sie, um in Ruhe zu werden, was wir längst begonnen haben zu sein.</strong></p>
<p>Alles Liebe</p>
<p><strong>Eure Petra</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/muedigkeit-und-innere-veraenderung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Stimme darf gehört werden – Warum ich mit 76 noch ein Business-Rhetorik-Diplom mache</title>
		<link>https://www.aurahealing.at/meine-stimme-darf-gehoert-werden/</link>
					<comments>https://www.aurahealing.at/meine-stimme-darf-gehoert-werden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reibenwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 17:07:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Bussines]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik Diplom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aurahealing.at/?p=3790</guid>

					<description><![CDATA[Meine Stimme darf gehört werden Man könnte sich fragen: Warum eigentlich noch ein Diplom? Ich habe in meinem Leben gelernt, studiert, Prüfungen abgelegt, mich weitergebildet und immer wieder neue Wege eingeschlagen. Eigentlich könnte ich irgendwann sagen: Es reicht. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Und genau deshalb habe ich mich entschieden, ein Business-Rhetorik-Diplom zu erwerben. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="bsf_rt_marker"></div><h1>Meine Stimme darf gehört werden</h1>
<p>Man könnte sich fragen: Warum eigentlich noch ein Diplom?</p>
<p>Ich habe in meinem Leben gelernt, studiert, Prüfungen abgelegt, mich weitergebildet und immer wieder neue Wege eingeschlagen. Eigentlich könnte ich irgendwann sagen: Es reicht. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen.</p>
<p>Und genau deshalb habe ich mich entschieden, ein <strong>Business-Rhetorik-Diplom</strong> zu erwerben.</p>
<p>Nicht, weil ich noch einen Titel brauche.<br />
Nicht, weil ein weiteres Zertifikat an meiner Wand hängen muss.</p>
<p>Sondern weil ich etwas lernen möchte, das vielleicht viel tiefer geht als jede fachliche Weiterbildung:</p>
<p><strong>Meine eigene Stimme bewusst einzusetzen.</strong></p>
<h2>Ausgerechnet meine Stimme!</h2>
<p>Das ist eigentlich eine kleine Geschichte für sich.</p>
<p>Ich mochte meine Stimme nie besonders. Wenn ich mich selbst auf einer Aufnahme hörte, dachte ich eher: <em>Oh nein – so höre ich mich an?</em></p>
<p>Und nun passiert in meinen Rhetorikkursen etwas Merkwürdiges:</p>
<p><strong>Alle Rhetoriklehrer sagen mir, dass ich die richtige Stimme habe.</strong></p>
<p>Eine Stimme, die trägt. Eine Stimme, mit der man arbeiten kann. Eine Stimme, die offenbar viel besser ist, als ich selbst mein Leben lang geglaubt habe.</p>
<p>Ist das nicht eigenartig?</p>
<p>Wir tragen etwas so viele Jahre mit uns herum, haben längst ein Urteil darüber gefällt – und dann kommen andere Menschen und zeigen uns plötzlich eine vollkommen andere Sicht darauf.</p>
<p>Vielleicht geht es dabei gar nicht nur um meine Stimme.</p>
<p>Wie vieles an uns haben wir irgendwann einmal als <em>nicht gut genug</em> beurteilt, ohne dieses Urteil jemals wieder zu überprüfen?</p>
<h2>Und dann wäre da noch „griechisch“ …</h2>
<p>Was mich ebenfalls überrascht: Die Sprach- und Artikulationsübungen fallen mir leicht.</p>
<p>Ich habe richtig Freude daran, mit Sprache zu spielen, Laute bewusst zu formen und zu beobachten, was Mund, Zunge, Atem und Stimme eigentlich alles miteinander anstellen.</p>
<p>Und ich habe tatsächlich etwas gelernt, von dem ich jahrzehntelang nicht wusste, dass ich es offenbar nicht richtig konnte:</p>
<p><strong>Ich kann jetzt „griechisch“ richtig artikulieren!</strong></p>
<p>Wer hätte gedacht, dass mich das mit 76 noch einmal beschäftigen würde?</p>
<p>Es sind manchmal diese kleinen Dinge, die mir zeigen, wie schön Lernen sein kann, wenn es nicht mehr darum geht, eine Prüfung bestehen zu müssen.</p>
<p>Heute darf Lernen einfach Freude machen.</p>
<h2>Gesehen werden – und gehört werden</h2>
<p>Und damit bekommt dieser Rhetorikkurs für mich plötzlich eine viel tiefere Bedeutung.</p>
<p>Wie oft wissen wir eigentlich ganz genau, was wir sagen möchten – und sagen es trotzdem nicht?</p>
<p>Wir nehmen uns zurück. Wir überlegen, wie etwas ankommen könnte. Wir wollen niemandem zu nahe treten. Wir möchten gefallen, verstanden werden, dazugehören.</p>
<p>Und irgendwann merken wir vielleicht, dass wir zwar sehr viel gesprochen haben – aber nicht immer wirklich <strong>uns selbst ausgesprochen</strong> haben.</p>
<p>Auch ich kenne das.</p>
<p>Ich habe mein Leben lang mit Menschen gearbeitet. Als Apothekerin, später in meiner energetischen Arbeit. Ich habe erklärt, beraten, zugehört, begleitet und versucht, die richtigen Worte zu finden.</p>
<p>Aber vor Menschen zu stehen und zu sagen:</p>
<p><strong>Hier bin ich. Das ist meine Erfahrung. Das ist das, was ich zu sagen habe.</strong></p>
<p>Das ist noch einmal etwas anderes.</p>
<h2>Muss man mit 76 noch etwas Neues anfangen?</h2>
<p>Meine Antwort darauf wird immer eindeutiger:</p>
<p><strong>Warum denn nicht?</strong></p>
<p>Vielleicht ist genau das eines der Geschenke des Älterwerdens. Dass wir nicht mehr alles tun müssen, weil wir etwas erreichen oder jemandem etwas beweisen sollen.</p>
<p>Wir dürfen etwas tun, weil wir neugierig sind.</p>
<p>Weil es uns Freude macht.</p>
<p>Weil wir wachsen möchten.</p>
<p>Weil etwas in uns sagt: <em>Da wartet noch etwas auf dich.</em></p>
<p>Ich empfinde mein Alter inzwischen nicht mehr als Begrenzung. Hinter mir liegen so viele Erfahrungen, Umwege, Begegnungen, Fehler, Erkenntnisse und Neuanfänge.</p>
<p>Vielleicht braucht es gerade deshalb jetzt noch etwas anderes:</p>
<p><strong>den Mut, all dem eine Stimme zu geben.</strong></p>
<h2>Die Stimme gehört auch zu meinem Weg</h2>
<p>Während ich an meinem Buch schreibe, begegne ich meinem eigenen Leben noch einmal neu.</p>
<p>Das Schreiben bringt Erinnerungen zurück. Die Rhetorik dagegen stellt mir eine andere Frage:</p>
<p><strong>Kannst du das, was du erkannt hast, auch aussprechen?</strong></p>
<p>Nicht perfekt.</p>
<p>Nicht so, wie andere es erwarten.</p>
<p>Sondern so, dass es wirklich deins ist.</p>
<p>Vielleicht ist genau das mein nächster Schritt.</p>
<p>Nicht lauter zu werden.</p>
<p>Sondern klarer.</p>
<p>Nicht mehr zu beweisen, dass ich etwas weiß.</p>
<p>Sondern den Mut zu haben, mit dem nach außen zu gehen, was in mir gewachsen ist.</p>
<p>Und deshalb freue ich mich auf dieses Diplom.</p>
<p>Nicht als Abschluss.</p>
<p>Sondern als einen weiteren Anfang.</p>
<p>Denn ich glaube inzwischen:</p>
<p><strong>Solange wir leben, dürfen wir uns entwickeln.<br />
Solange wir neugierig sind, dürfen wir lernen.<br />
Und solange etwas in uns gesagt werden möchte, ist es niemals zu spät, die eigene Stimme zu finden.</strong></p>
<p>Und manchmal beginnt das vielleicht sogar mit einem einzigen Wort:</p>
<p><strong>„griechisch“.</strong> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60a.png" alt="😊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Vielleicht gibt es auch in dir etwas, über das du längst ein Urteil gefällt hast.</p>
<p>Deine Stimme. Dein Aussehen. Eine Fähigkeit. Etwas, das du dir angeblich nicht zutraust.</p>
<p><strong>Was wäre, wenn du dich darin dein ganzes Leben lang geirrt hättest?</strong></p>
<p><em><strong>Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!</strong></em></p>
<p><em><strong>Eure Petra</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.aurahealing.at/meine-stimme-darf-gehoert-werden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
