Der 4. Advent – Wenn Frieden nicht laut ist

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Der 4. Advent – Wenn Frieden nicht laut ist

Der vierte Advent ist anders als die drei davor.
Er trägt nicht mehr die Spannung des Wartens, sondern die leise Frage:
Was darf jetzt still werden?

In diesen Tagen geht es nicht mehr um Vorbereitung, Organisation oder richtiges Tun.
Es geht um ein inneres Ankommen – oft unscheinbar, manchmal körperlich spürbar, manchmal in Träumen.

Ich habe in diesen Nächten von Verzeihen geträumt.
Nicht von großen Gesten, nicht von Gesprächen, sondern von etwas viel Tieferem:
dem inneren Einverständnis, dass etwas nicht mehr festgehalten werden muss.

Verzeihen bedeutet in dieser Tiefe nicht, etwas gutzuheißen.
Es bedeutet, die eigene Energie zurückzunehmen – aus alten Geschichten, Erwartungen, Enttäuschungen.
Nicht aus Schwäche, sondern aus Reife.

„Verzeihen ist kein Geschenk an andere.
Es ist ein Zurücklehnen der Seele.“

Der Körper zeigt diesen Prozess oft deutlich.
Spannungen in den Beinen, Krämpfe, Müdigkeit – besonders auf der linken Seite – sprechen von einem inneren Loslassen alter Loyalitäten.

Deutung:

  • Beine = Weg, Richtung, Tragen

  • Krampf = „Ich halte noch, obwohl ich längst loslassen dürfte“

Sanft, nicht medizinisch:

„Der Körper schließt Kreise, die der Verstand längst verlassen hat.“


Von dem Moment, in dem wir aufhören, weiterzutragen, was nicht mehr zu uns gehört.

Warum gerade jetzt nichts mehr „gelöst“ werden will

  • Alte Themen zeigen sich nicht, um bearbeitet zu werden

  • sondern um anerkannt zu werden

  • Das Nervensystem möchte Entlastung, keine Erkenntnis

„Was sich jetzt meldet, will nicht verändert werden –
es will in Würde verabschiedet werden.“

Der vierte Advent fragt nicht:
„Hast du alles erledigt?“


sondern:
„Wo darfst du dich entspannen, ohne etwas erklären zu müssen?“

Vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, den inneren Druck zu lösen:

  • den Anspruch, alles zu verstehen

  • die Verantwortung für das Befinden anderer

  • den Wunsch, dass es harmonisch sein muss

Frieden ist nicht immer warm und glänzend.
Manchmal ist er still, fast unspektakulär –
und genau deshalb echt.

Wenn wir uns erlauben, nichts mehr zu klären, nichts mehr zu retten, nichts mehr auszugleichen,
dann entsteht Raum.
Und in diesem Raum kann Weihnachten wirklich ankommen.

Der vierte Advent lädt uns ein, sanft zu werden – mit uns selbst.
Nicht perfekt.
Nicht versöhnt mit allem.
Aber ehrlich.

 Einladung an meine Leser:innen – nichts tun

Ganz wichtig:
kein Ritual, keine To-do-Liste, keine Anleitung.

Stattdessen:

  • sitzen

  • atmen

  • Kerze ansehen

  • nichts erwarten

Ein starker Satz:

„Der 4. Advent fragt nicht: Was fehlt noch?
Er fragt: Was darf jetzt ruhen?

Vielleicht ist das größte Geschenk dieser Zeit,

dass wir uns selbst erlauben zu sagen:

Es ist gut genug.
Ich bin gut genug.
Ich darf jetzt ruhen.

Ich wünsche meinen LesernLeserinnen  einen gesegneten 4.Advent

Eure Sha Elara/ Petra

„Möge sich in dir sammeln,
was du im Jahr verloren glaubtest.
Möge Frieden dort einkehren,
wo du aufhören darfst zu suchen.“

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