Wenn aus einer Begegnung Vertrautheit wird

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Wenn aus einer Begegnung Vertrautheit wird

Manchmal treten Menschen in unser Leben, bei denen wir nicht lange überlegen müssen. Da ist einfach dieses Gefühl: Ja, das passt.

So ging es mir an diesem Wochenende.

Eine Bekannte, die ich bisher nur durch ein Seminar über Zoom kannte, war auf dem Weg zur Zwölf-Apostel-Zeche in Klosterneuburg. Als ich davon erfuhr, hatte ich spontan das Gefühl, sie zu mir einzuladen.

Wir hatten uns noch nie persönlich getroffen. Und trotzdem war da kein Zögern.

Heute, nach diesem Wochenende, weiß ich: Es war genau richtig.

Schon nach kurzer Zeit fühlte es sich überhaupt nicht mehr so an, als würden sich zwei Menschen zum ersten Mal wirklich begegnen. Wir erzählten und erzählten, entdeckten Gemeinsamkeiten, stellten Fragen, tauschten Erfahrungen aus – und irgendwann spielte Zeit einfach keine Rolle mehr.

Besonders schön wurde es bei unserem Besuch im Münster von Neuberg an der Mürz.

Eigentlich wollten wir „nur“ die Kirche anschauen. Doch aus dem Anschauen wurde ein Entdecken.

Wir blieben vor Darstellungen stehen, betrachteten Figuren, Zeichen und Symbole und begannen gemeinsam zu rätseln: Was bedeutet dieses Zeichen? Warum wurde gerade dieser Heilige hier dargestellt? Was wollten die Menschen, die diesen Ort geschaffen haben, damit ausdrücken?

Plötzlich war das Münster nicht mehr nur ein beeindruckendes altes Bauwerk.

Es begann zu erzählen.

Von einer Zeit, in der Symbole eine Sprache waren. Von Glauben und Hoffnung, von Schutz und Tod, von Licht und Dunkelheit. Und vielleicht auch von Dingen, deren ursprüngliche Bedeutung wir heute nur noch erahnen können.

Genau das liebe ich.

Nicht einfach nur anzuschauen und weiterzugehen, sondern hinter das Sichtbare zu schauen.

Vielleicht ist es meine Neugier. Vielleicht meine Liebe zu alten Orten und ihren Geschichten. Vielleicht aber auch dieses feine Gefühl, dass manches mehr in sich trägt, als wir auf den ersten Blick erkennen.

Und wenn dann zwei Menschen zusammentreffen, die beide diese Freude am Entdecken haben, kann etwas Wunderbares geschehen:

Man vergisst die Zeit.

Wir jedenfalls haben sie gründlich vergessen.

Und während wir gemeinsam die christlichen Symbole erforschten, wurde mir wieder bewusst, wie bereichernd Begegnungen sein können, wenn niemand dem anderen erklären muss, warum ihn etwas berührt.

Man schaut.

Man fragt.

Man entdeckt.

Und plötzlich entsteht aus einem ganz normalen Wochenende etwas Besonderes.

Meine Besucherin war ursprünglich auf dem Weg zu einem Ort, der auch für mich eine besondere Bedeutung hat – zur Zwölf-Apostel-Zeche. Vielleicht war schon das eine kleine unsichtbare Verbindung zwischen uns.

Doch ich glaube, die eigentliche Botschaft dieses Wochenendes war eine andere:

Vertrautheit lässt sich nicht in Jahren messen.

Es gibt Menschen, die kennen wir lange und bleiben uns trotzdem ein Stück weit fremd. Und dann gibt es Begegnungen, bei denen nach wenigen Stunden etwas mitschwingt, das sich vertraut anfühlt.

Ohne Anstrengung.

Ohne Erwartungen.

Einfach durch gemeinsame Neugier, Offenheit und die Freude daran, miteinander auf Entdeckungsreise zu gehen.

Vielleicht sollten wir solchen spontanen Impulsen viel öfter folgen.

Nicht alles muss geplant sein.

Nicht jede Einladung braucht einen vernünftigen Grund.

Manchmal genügt dieses leise innere Gefühl:

Mach es einfach.

Ich habe darauf gehört.

Und dafür bin ich heute sehr dankbar.

Denn aus einer spontanen Einladung wurde ein wunderschönes Wochenende voller Gespräche, gemeinsamer Entdeckungen und dieser seltenen Momente, in denen man auf die Uhr schaut und sich fragt:

Wo ist eigentlich die Zeit geblieben?

Vielleicht ist genau das eines der schönsten Zeichen dafür, dass eine Begegnung ein Geschenk war.

Eure Petra

AuraHealing – Heilung ist Magie. Magie ist Heilung.

 

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