Zeit der Wurzeln-Warum scheinbarer Stillstand oft der Beginn einer tiefen Veränderung ist

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Durch deine Anmeldung stimmst Du zu, dass ich Dir meine Blogbeiträge per Mail zusende und Deine angegebenen Daten zu diesem Zweck verarbeite. Du kannst diese Einwilligung jederzeit mit einem Klick widerrufen und Dich aus dem Newsletter austragen. In diesem Fall werde ich Deine Daten löschen und Du erhältst keine Blogbeiträge mehr.

Die Zeit der Wurzeln

Manchmal frage ich mich, warum scheinbar nichts vorangeht.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch.

Du hast Entscheidungen getroffen, an dir gearbeitet, vieles losgelassen, Neues gelernt – und trotzdem scheint sich im Außen nichts zu verändern. Die erhofften Begegnungen bleiben aus. Die Menschen kommen nicht. Die Tür, auf die du hoffst, öffnet sich einfach nicht.

Ich kenne diese Gedanken gut.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit mit meinem Buch verbracht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass mein Weg gerade stillsteht. Ich ertappte mich dabei, ungeduldig zu werden. Wann geht es endlich weiter? Wann wird sichtbar, wofür ich so lange gearbeitet habe?

Doch plötzlich kam mir ein Bild.

Ein Baum wächst nicht erst dann, wenn wir seine Blätter sehen.

Er wächst schon lange vorher.

Tief unter der Erde.

Dort, wo niemand hinschaut.

Dort entstehen die Wurzeln.

Sie graben sich ihren Weg durch Steine, suchen Wasser, geben Halt und bereiten den Baum auf alles vor, was später sichtbar werden soll.

Vielleicht befinden wir uns im Leben viel öfter in dieser Zeit der Wurzeln, als wir glauben.

Wir messen unseren Erfolg gerne an dem, was sichtbar ist: an Ergebnissen, Anerkennung oder Veränderungen im Außen.

Das Leben aber scheint nach anderen Maßstäben zu arbeiten.

Es fragt nicht zuerst: Was hast du erreicht?

Es fragt vielmehr: Wer bist du geworden?

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Heilung nicht plötzlich beginnt. Sie beginnt leise. Oft verändert sich zuerst etwas im Inneren. Alte Gedanken lösen sich. Neue Sichtweisen entstehen. Der Mensch richtet sich innerlich neu aus – lange bevor der Körper oder das Leben diese Veränderung sichtbar machen.

Vielleicht gilt das nicht nur für Heilung.

Vielleicht gilt es für unser ganzes Leben.

Heute versuche ich deshalb, meiner Ungeduld liebevoll zu begegnen.

Nicht jeder Tag muss Früchte tragen.

Manche Tage sind dafür da, Wurzeln wachsen zu lassen.

Und vielleicht sind genau diese unsichtbaren Zeiten die wertvollsten.

Denn ohne starke Wurzeln kann kein Baum den Stürmen des Lebens standhalten.

Vielleicht stehst auch du gerade an einem Punkt, an dem du glaubst, dass nichts geschieht.

Dann möchte ich dir heute einen Gedanken mitgeben:

Vertraue der Zeit unter der Erde.

Nur weil du das Wachstum noch nicht sehen kannst, bedeutet das nicht, dass es nicht längst begonnen hat.

Manchmal ist das Unsichtbare der wichtigste Teil des ganzen Weges.

Vielleicht wird mir mein Buch gerade deshalb geschenkt.

Es schenkt mir die Zeit, selbst noch einmal zu meinen eigenen Wurzeln hinabzusteigen. Alte Erinnerungen anzuschauen, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, warum jeder Schritt meines Lebens notwendig war.

Vielleicht ist das die eigentliche Vorbereitung auf das, was noch kommen darf.

Und vielleicht gibt es auch in deinem Leben gerade einen Bereich, in dem scheinbar nichts geschieht.

Dann wünsche ich dir den Mut, nicht vorschnell aufzugeben.

Vertraue darauf, dass auch das Unsichtbare seinen Sinn hat.

Denn manchmal wächst das Wertvollste genau dort, wo niemand hinsieht.

Ich wünsche dir von Herzen eine Woche voller Vertrauen – in deinen Weg, in deine Kraft und in die Wurzeln, die bereits tief in dir wachsen.

Von Herzen,

Petra 

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Teilen:

Ähnliche Artikel