Angst im Nacken – Was alte Krankheiten uns Jahre später noch zeigen können

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Angst im Nacken – wenn die Vergangenheit plötzlich anklopft

Vor elf Jahren wurde bei mir ein Tumor im rechten Oberarm entdeckt. Er lag direkt um eine Vene herum. Es war eine sehr anspruchsvolle Operation , aber sie verlief gut, die Erleichterung war groß: nichts Bösartiges.

Das Leben ging weiter.

Irgendwann verschwand das Ereignis aus meinem Alltag. Es wurde zu einer Geschichte aus der Vergangenheit, von der ich dachte, sie sei abgeschlossen.

Und dann, ganz plötzlich, war da wieder dieses merkwürdige Gefühl im Arm.

Nicht einmal ein richtiger Schmerz. Eher eine Erinnerung des Körpers. Ein Ziehen. Ein Spüren. Ein Innehalten.

Und sofort war sie da:

Die Angst.

Könnte es zurückkommen?
Habe ich etwas übersehen?
Was ist, wenn damals doch nicht alles vorbei war?

Vielleicht kennst du solche Momente.

Ein Geruch, ein Schmerz, ein Gedanke – und plötzlich öffnet sich eine alte Tür.

Heute gehe ich anders damit um als damals.

Früher hätte ich nur die körperliche Ebene betrachtet. Heute frage ich zusätzlich:

Was möchte mir diese Erinnerung zeigen?

In meiner Arbeit begegne ich immer wieder dem Thema der Abwertung.

Auf der rechten Körperseite häufig im Zusammenhang mit Partner, Beruf oder der äußeren Welt.

Auf der linken Seite eher mit Familie, Herkunft und den Menschen, die uns emotional nahe stehen.

Als das Gefühl im Arm wieder auftauchte, begann ich nicht zu kämpfen. Ich begann zu lauschen.

Ich fragte mich:

  • Wer oder was möchte gesehen werden?
  • Wo habe ich mich selbst abgewertet?
  • Wer hat mich (ab) gewertet ?
  • Wo trage ich noch alte Verletzungen?
  • Was darf endlich losgelassen werden?

Die Antworten kamen nicht sofort.

Und genau das ist der schwierige Teil.

Wir glauben oft, Loslassen sei eine Entscheidung.

Doch echtes Loslassen ist ein Prozess.

Zuerst erkennen wir.

Dann anerkennen wir.

Dann segnen wir.

Dann lassen wir los.

Und oft müssen wir diesen Weg mehrfach gehen.

Immer wieder.

Bis sich etwas in uns entspannt.

Bis der Griff lockerer wird.

Bis die Angst ihren Auftrag erfüllt hat.

Manchmal wünschen wir uns schnelle Lösungen.

Doch das Leben arbeitet oft anders.

Es lädt uns ein zu vertrauen.

Nicht alles sofort zu verstehen.

Nicht alles kontrollieren zu müssen.

Nicht jede Angst bekämpfen zu müssen.

Sondern ihr zuzuhören.

Heute weiß ich:

Die Angst war nicht mein Feind.

Sie war eine Botschafterin.

Sie hat mich daran erinnert, noch einmal hinzuschauen.

Nicht auf den Tumor.

Sondern auf mich selbst.

Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Heilung.


Impuls für dich :

Wenn eine alte Angst wieder auftaucht, frage nicht sofort:

„Wie werde ich sie los?“

Frage stattdessen:

„Was möchte sie mir zeigen?“

Manchmal trägt die Angst den Schlüssel bereits in sich.


Lichtgedanke zum Sonntag

Ich erkenne, was gesehen werden möchte.
Ich segne, was zu mir gehört.
Ich lasse los, was seinen Dienst erfüllt hat.
Ich vertraue meinem Weg.
Ich vertraue meinem Körper.
Ich vertraue dem Leben.

…auch wenn es selbst mir manchmal schwerfällt…..

Manchmal ist Heilung nicht das Verschwinden der Angst. Manchmal ist Heilung die Erkenntnis, dass wir ihr begegnen können, ohne von ihr beherrscht zu werden.

Einen schönen Sonntag wünscht Euch

Eure Sha Elara / Petra

Ein Kommentar

  1. Da finden sich sicherlich viele Leser irgendwie wieder. Nicht genau die selben Erlebnisse, aber doch sehr verwandte Abläufe

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