Wenn nach Weihnachten die Stille kommt – und nichts mehr funkeln will
Es gibt diese Tage nach Weihnachten,
an denen plötzlich alles anders wirkt.
Die Lichter, die uns noch vor kurzem gewärmt haben, erscheinen grell.
Die Dekoration fühlt sich fremd an.
Manchmal ist da sogar der Impuls: Alles weg. Jetzt sofort.
Und gleichzeitig liegt eine leise Traurigkeit in der Luft.
Nicht laut. Nicht dramatisch.
Eher wie ein stiller Nebel, der sich über Herz und Gedanken legt.
Viele Menschen fragen sich in diesen Tagen:
„Was stimmt nicht mit mir?“
Die Antwort ist überraschend einfach:
Es stimmt sehr viel.
Die Zeit nach dem Fest ist eine Übergangszeit
Weihnachten – egal, wie man es verbringt – trägt eine besondere Spannung in sich.
Erinnerungen, Erwartungen, alte Rollen, familiäre Bilder, Hoffnungen.
All das verdichtet sich auf wenige Tage.
Wenn diese Spannung abfällt, bleibt oft nicht sofort Leichtigkeit zurück,
sondern Leere.
Doch diese Leere ist kein Mangel.
Sie ist ein Übergangsraum.
Energetisch gesehen hat sich etwas gelöst:
Ein altes Bild, eine innere Rolle, ein „So sollte es sein“.
Das Neue ist noch nicht sichtbar – und genau das macht diese Zeit so ungewohnt.
Warum die Traurigkeit kein Fehler ist
Die Traurigkeit nach Weihnachten ist kein Zeichen von Undankbarkeit.
Sie ist auch kein Rückschritt.
Sie zeigt, dass etwas in uns ehrlich geworden ist.
Nicht alles, was traurig macht, will repariert werden.
Manches will einfach gefühlt werden –
ohne Analyse, ohne Lösung, ohne spirituelle Erklärung.
Gerade sensible Menschen spüren jetzt sehr deutlich,
dass äußere Reize zu viel werden.
Zu viel Glanz. Zu viel Information. Zu viel „Müssen“.
Der Wunsch, die Weihnachtsdeko abzuräumen,
ist oft kein Aufräumimpuls –
sondern ein Bedürfnis nach innerer Weite.
Weniger tun, mehr zulassen
Diese Tage laden nicht dazu ein, sofort neu zu starten.
Sie sind auch kein idealer Moment für große Entscheidungen.
Was jetzt hilft, ist erstaunlich schlicht:
-
nichts erzwingen
-
nichts beschleunigen
-
nichts erklären müssen
Vielleicht reicht:
-
eine einzige Kerze statt vieler Lichter
-
ein Spaziergang im Schnee oder in der winterlichen Stille
-
ein Abend ohne Pläne
Nicht als Ritual.
Sondern als Erlaubnis.
Die leise Ordnung nach dem Fest
Nach Weihnachten ordnet sich etwas neu –
nicht sichtbar, nicht spektakulär, aber sehr tief.
Manche nennen diese Zeit die Rauhnächte,
andere spüren sie einfach als innere Pause.
Es ist die Phase, in der das Leben flüstert statt ruft.
Vielleicht ist diese Zeit nicht dafür da, etwas zu verändern –
sondern dafür, nichts mehr aufrechterhalten zu müssen.
Wenn sich etwas leer anfühlt,
kann das bedeuten, dass Platz entsteht.
Nicht für sofortige Antworten,
sondern für Wahrhaftigkeit.
Ein sanfter Gedanke zum Mitnehmen
Wenn du dich nach Weihnachten still, müde oder traurig fühlst,
musst du nichts dagegen tun.
Du darfst dich einfach fragen:
Was braucht gerade weniger – nicht mehr?
Die Stille nach dem Fest ist kein Verlust.
Sie ist der Raum,
in dem sich das Neue erst traut, leise anzuklopfen.
Und manchmal ist genau das genug. 🌲✨
In diesem Sinn darf ich allen für die nächste Woche einen GUTEN RUTSCH ! wünschen und wir hören uns im nächsten Jahr.
Eure Sha Elara / Petra

