✨ Überforderung in der Adventzeit – und wie Selbstfürsorge wieder Licht bringt
Ein Blog von Petra Reibenwein / Sha Elara
Die Adventzeit wird oft als „Zeit der Stille“ beschrieben.
Doch viele Frauen erleben das Gegenteil:
Termine, Erwartungen, Emotionen, Familienfeste, Geschenke, Planungen –
eine To-Do-Liste, die mit jedem Tag länger wird.
Und plötzlich ist er da, dieser Moment:
Man steht inmitten der Lichter, des Schnees, der Musik –
und fühlt… nichts.
Nur Druck.
Erschöpfung.
Vielleicht sogar Tränen, die nicht wissen, wohin sie sollen.
Doch Überforderung in der Adventzeit ist kein persönliches Versagen.
Sie ist eine Einladung.
Eine Rückkehr.
Eine Erinnerung.
✨ 1. Advent ist das Fest der Erwartung – nicht der Erfüllung
Wir glauben, wir müssten alles schaffen,
weil „es eben dazugehört“:
-
perfekt dekorieren
-
Plätzchen backen
-
Weihnachtskarten schreiben
-
für alle da sein
-
gute Stimmung halten
-
Harmonie herstellen
-
Freude erzeugen
-
das Jahr perfekt ausklingen lassen
Doch die Wahrheit ist:
Advent bedeutet nicht „alles schaffen“.
Advent bedeutet:
Warten. Innenhalten. Erwartung spüren. Langsam werden.
Es ist die Zeit, in der die Seele flüstert:
„Ich brauche nicht mehr – ich brauche weniger.“
✨ 2. Die vier Wochen der Adventzeit tragen vier Fragen
Jede Adventwoche stellt uns eine innere Frage:
1. Woche – „Was ist mir wirklich wichtig?“
Nicht was die anderen brauchen – was dein Herz braucht.
2. Woche – „Was darf leiser werden?“
Welcher Druck, welche Erwartungen, welche Belastungen?
3. Woche – „Wer unterstützt mich wirklich?“
Und wer erwartet nur – ohne zu geben?
4. Woche – „Wo ist mein Platz in all dem?“
Mitte. Ruhe. Präsenz. Nicht Perfektion.
Diese Fragen machen klar:
Advent ist nicht äußerlich –
Advent ist innerlich.
✨ 3. Die größte Lüge der Adventzeit ist die Harmoniepflicht
Viele Frauen spüren:
-
die Stimmung kippt
-
der Druck steigt
-
alte Muster tauchen auf
-
Familienkonflikte zeigen sich
-
Emotionen kommen hoch
-
Erwartungen prallen aufeinander
Und dennoch versuchen sie:
„Ich halte alles zusammen.“
Doch Harmonie ist kein Geschenk, das man produziert.
Harmonie ist ein Zustand, der entsteht,
wenn eine Person im Raum friedlich bei sich ist.
Diese Person darfst du sein.
Aber nicht durch Aufopferung –
sondern durch Selbstfürsorge.
✨ 4. Selbstfürsorge in der Adventzeit ist keine Pause – sie ist Orientierung
Selbstfürsorge bedeutet nicht:
-
Wellness
-
Tee mit Mandarinen
-
Kerzen und Badewanne
Das kann schön sein,
aber es löst selten den Kern.
Selbstfürsorge bedeutet:
👉 Entscheiden, was heute nicht mehr deins ist.
👉 Loslassen, was dich überfordert.
👉 Ehrlich spüren, was dir nicht gut tut.
👉 Neu sortieren, bevor du wieder gibst.
Selbstfürsorge in der Adventzeit heißt:
Ich darf weniger.
Ich darf langsamer.
Ich darf sein.
✨ 5. Ein kleines Adventritual für dich – 2 Minuten
Dieses Ritual bringt dich sofort zurück zu dir:
-
Setz dich hin – nur für dich.
Ohne Aufgabe, ohne Rolle. -
Schließe die Augen und atme einmal tief.
-
Lege deine Hand auf dein Herz oder Solarplexus
– dort, wo der Druck sitzt. -
Sage leise, fast wie ein Flüstern:
„Ich darf heute weniger.“ -
Und dann:
„Ich komme zurück zu mir.“
Warte 10 Sekunden.
Du wirst spüren, wie der Körper weicher wird.
Das ist Advent.
Das ist Selbstfürsorge.
✨ 6. Advent ist kein „Schaffen“ – Advent ist ein Nachhausekommen
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Zeit:
Du musst nicht alle Erwartungen erfüllen.
Du musst dich nur wieder finden.
Wenn du DICH findest,
finden die anderen automatisch Ruhe.
Advent ist nicht das Fest der Perfektion.
Es ist das Fest der Rückkehr:
-
in dein Herz
-
in deinen Atem
-
in deine Mitte
-
in deine Wahrheit
Und vielleicht ist das das größte Geschenk,
das du dir und deiner Familie machen kannst.
Nicht mehr.
Sondern du.
Ganz.
Ehrlich.
Wahr.
In diesem Sinn wünsche ich allen meinen Lesern eine schöne Adventzeit….
Eure Sha Elara / Petra


Eine Antwort
Sehr schön und wohltuend. Vielen lieben Dank